EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Uplengen

Geschichte:

Der Erbauer der Burg und die Entstehungszeit sind unbekannt. Zur Zeit der ostfriesischen Häuptlinge lag sie im Machtbereich von Focko Ukena, dessen Mutter von hier stammt. Die ständigen Häuptlingsfehden endeten 1430 mit dem Sieg des "Bundes der Freiheit" unter Edzard Cirksena. Die Cirsena ließen die Burg Uplengen massiv befestigen, um die Grenze zur Grafschaft Oldenburg zu sichern. Ab 1451 war Uplengen auch Amtssitz. 1475 endete hier ein Einfall des Grafen Gerd, bei dem auch sein Sohn Alf in Gefangenschaft geriet. Den Ostfriesen diente die Burg in der Folgezeit als Basis für Einfälle im Oldenburger Land. Während der sog. sächsischen Fehde nahmen die Grafen von Oldenburg und Hero Omken die Burg 1514 ein. Schon ein Jahr später eroberte Edzard der Große sie zurück. Als Graf Enno II. sich mit Anna von Oldenburg verheiratete, endeten auch die Differenzen zwischen Oldenburg und Ostfriesland. Enno ließ deshalb 1535 zunächst die Befestigungen schleifen und 1538 die Burg abbrechen. Die Steine wurden beim Bau des Zwingers der Burg Stickhausen zweitverwendet. Auch der Amtssitz siedelte von Uplengen nach Stickhausen über. (Frank Both, Stefan Eismann)

Bauentwicklung:

Eine Bauentwicklung lässt sich nicht in Einzelheiten beschreiben. Um 1432 wurde die Burg stark befestigt. 1470 verfügte Gräfin Theda eine weitere Verstärkung durch den Bau eines Walles und das Ausheben eines Außengrabens. (Frank Both)

Baubeschreibung:

Der kleine Rest des Burgwalles ist noch etwa 40 m lang und 15 m breit. Ansonsten ist über das Aussehen der Burg nichts bekannt. Der Zugang zur Burg erfolgte über einen schmalen Weg durch das Moor. Zum Ort Lüttke Sande hin war als zusätzlicher Schutz ein 500 Schritt langer Graben gezogen worden. (Frank Both, Stefan Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

Archäologische Untersuchungen sind nicht bekannt.