EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Dornum, Osterburg

Geschichte:

Die Osterburg ist eine der drei Burgen Dornums. Sie war zunächst im Besitz der Attenas und wurde von ihnen 1461 den Kankenas als Ausgleich für die Wegnahme der Burg Wittmund fünf Jahre zuvor überlassen. Sie wurde in der "sächsischen Fehde" 1514 von den Gegnern Edzards d. Gr. erobert und zerstört, aber danach wieder aufgebaut. Die Familie Beninga kam nach dem Tod Remmer Kankenas 1545 im Erbgang in ihren Besitz, weshalb sie auch als Beningaburg bezeichnet wird. Da Remmer Kankena 1545 kinderlos starb, brachte seine Schwester Nona die Burg mit in die Ehe mit Folkmar Beninga von Grimersum. Die Dornumer Linie der Beninga saß bis 1717 auf der Osterburg. Danach ging sie durch Heirat an die Familie Lantzius und wurde schließlich 1802 in bürgerliche Hände verkauft. (Frank Both, Stefan Eismann)

Bauentwicklung:

Die ursprüngliche Burg ist nach ihrer Zerstörung 1514 neu aufgebaut worden. Der heutige Ostflügel stammt laut Bauinschrift aus dem Jahr 1567. Weitere Details können zur Baugeschichte beim jetzigen Forschungsstand nicht genannt werden. (Stefan Eismann)

Baubeschreibung:

Die Burg besteht aus einer Zweiflügelanlage, die von einem Graben umzogen ist. Der zweigeschossige Ostflügel stammt laut Inschrift aus dem Jahr 1567. Er weist eine bogenüberwölbte Durchfahrt auf. Der eingeschossige Südflügel enthält den Rittersaal mit Kamin. Ein Portal zum Innenhof ist auf das Jahr 1669 datiert. (Frank Both)

Arch-Untersuchung/Funde:

Bei Bauarbeiten im Burginnenhof wurden Mauerreste gefunden mit Ziegel im Klosterformat. Zu den Funden gehörten Keramikscherben des Mittelalters und der frühen Neuzeit, Kachel- und Fliesenbruchstücke, Dachziegelbruch, Glasflaschenreste und ein Puttenkopf aus Ton