EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Loppersum

Geschichte:

Loppersum wurde erstmals 1379 unter dem Namen Lopsum erwähnt. Es war der Häuptlingssitz der Allena. In diesem Jahr fand westlich des Ortes zwischen dem mächtigen Häuptling Ocko I. tom Brok und Folkmar Allena eine blutige Schlacht statt, die Ocko für sich entscheiden konnte. Anlass war eine Erbschaft, die Ocko seiner Nichte Adda, die Folkmars Gemahlin war, vorenthielt. Ocko ließ nach seinem Sieg die Burgen in Loppersum und Suurhusen zerstören. 1391 allerdings wurde Ocko bei seiner Burg in Aurich ermordet und 1404 konnte Folkmar durch Verträge mit Ockos Sohn Keno II. wieder in den Besitz der Loppersumer Burg kommen. Eine neue Burg wird aber erstmals wieder 1469 erwähnt, vermutlich entstand sie nach 1453 unter Abeko I. Die Familie der Beninga saß hier lange Zeit. Um 1620 kam ein Heinrich von Diepenbroek, später ein Geheimrat von dem Appelle in den Besitz. Der Hofgerichtsassessor von Osten schließlich ließ um 1776 die heruntergekommene Anlage abreißen. Nach dessen Tod 1815 erwarb General von Frese das Gut. 1859 errichtete dessen Witwe auf dem Burggelände das bestehende "Fresenhaus". (Frank Both)

Bauentwicklung:

Eine erste Burganlage ist nach 1381 zerstört worden. Sehr wahrscheinlich an der selben Stelle wurde nach 1453 ein Saalbau errichtet. 1776 wurde er abgerissen, im Nachfolgebau wurde ein Saal der alten Burg und der Keller übernommen. Dieser wurde aber 1859 durch einen neogotisches Herrenhaus ersetzt. (Frank Both)

Baubeschreibung:

Über das Aussehen der ersten Burganlage ist nichts bekannt. Der Saalbau aus der 2. Hälfte des 15. Jhs. war von einem Wall und Graben umgeben. Der Graben ist heute noch vorhanden und umgibt das heutige 1859 errichtete neue Gebäude. (Frank Both)

Arch-Untersuchung/Funde:

Archäologische Untersuchungen haben bisher nicht stattgefunden. Vom Burggelände stammen als Lesefunde Keramik und eine Lanzenspitze.