EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Monsilienburg

Geschichte:

Die Anlage ist archivalisch nicht gesichert überliefert. Sie wird in der Forschung mit der Burg Munzouwe identifiziert. Diese gehörte dem Bremer Erzbischof und soll die umliegenden erzstiftlichen Meierhöfe sowie den Weg nach Bremervörde gesichert haben. 1212 wurde die Burg Munzouwe von den Stedingern zerstört.
(M. Jansen)

Bauentwicklung:

Keine Aussage aufgrund fehlender Untersuchungen.
(M. Jansen)

Baubeschreibung:

Die Burganlage lag ursprünglich halbinselartig auf einer von der Lune umflossenen Geestzunge. Auffällig ist ihre regelmäßige Gestalt und starke Befestigung. Die Burg hat einen leicht verzogenen viereckigen Grundriss von 70 x 70 m. Der Hauptwall wies im Jahr 1905 eine Breite von 21 m und eine Höhe von 3,20 m auf, ihm vorgelagert war eine 5 m breite Berme, auf die ein 12 m breiter und 2 m tiefer Graben folgte. Die West- und Nordseite war zudem noch durch drei Vorwälle und Gräben gesichert. Die Gräben sind den Wällen vorgelagert, die sich im Jahr 1906 noch 1,5 bis 2,5 m über deren Sohle erhoben. Die Ost- und Südseite war durch die sumpfige Niederung der Lune geschützt. Die einzige Lücke in der Befestigung befindet sich im Südwesten, dort ist der Eingang zu vermuten. In diesem Bereich könnte ein Abschnittswall im Vorgelände auf eine ehemalige Vorburg verweisen.
Die Anlage zählt zu den größten in Nordwestdeutschland. Allerdings sind weder ihr Alter noch ihre Funktion gesichert. Schuchhardt sah in ihr die archivalisch überliefert Burg Munzouwe und datierte sie ins 11./12. Jahrhundert. Andere gehen von einer karolinger- oder wikingerzeitlichen Errichtung aus; alle Datierungsansätze sind jedoch aufgrund fehlenden Fundmaterials etc. rein spekulativ.
(M. Jansen)

Arch-Untersuchung/Funde:

1905: Aufnahme durch C. Schuchhardt.
(M. Jansen)