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Ampleben

Geschichte:

Die 1305 erwähnte Burg Ampleben war Sitz der im Gefolge der Herzöge von Braunschweig-Lüneburg dienenden Herren von Ampleben, die zwischen 1195 und 1427 in den Quellen erscheinen. Vor 1355 muss Herzog Magnus einen Teil der Burg erworben haben, sodass er sie 1360 den Herren von Uetze verpfänden und im Jahr 1400 als Lehen geben konnte. Wegen ihrer Straßenräubereien zerstörten die Städte Braunschweig und Magdeburg 1425 die Burg. Von 1433 bis 1671 war die Burgstelle im Besitz der Stadt Braunschweig, die sie zeitweise verpfändete. Der Herzog vergab die Burg regelmäßig als Lehen, doch mit dem Zusatz, dass die Lehnsnehmer selbst versuchen sollten, in den Besitz der Burg zu gelangen. Ein erfolgreicher herzoglicher Versuch im Jahr 1595, sich der Burg wieder zu bemächtigen, endete 1602 mit der Rückgewinnung durch die Braunschweiger. 1714 wurde das Schloss als Rittergut verlehnt. Besitzer waren bis 1838 die Herren von Bötticher; seitdem ist es in bürgerlicher Hand. (S. Eismann/G. Pischke)

Bauentwicklung:

Über die Baugeschichte der Burg ist nichts bekannt. Der Wiederaufbau als Schloss nach der Zerstörung der Burg 1425 erfolgte wohl erst in der Mitte des 16. Jahrhunderts, darüber existieren keine Quellen. Im 18. Jh. wurde an der Nordwestecke des Wohngebäudes eine Jahreszahl entdeckt, die 1543 oder 1557 lauten könnte. Das Wohnhaus hatte zwei rechtwinklige Flügel, die Nordseite nahmen Wirtschaftsgebäude ein. Die Zugbrücke wurde 1671 durch zwei feste Brücken im Osten und Westen ersetzt. Das Herrenhaus im Süden des alten Schlosses wurde in den 1790er Jahren neu gebaut; dabei musste der dortige Wassergraben zugeschüttet werden. Weitere Umgestaltungen erfolgten im 19. Jahrhundert. (S. Eismann/G. Pischke)

Baubeschreibung:

Die Gestalt der ursprünglichen Burg ist unbekannt. Die Burg besaß eine Kapelle und war von einem Wassergraben umgeben wie auch das Schloss des 16. Jahrhunderts. Das Herrenhaus aus der Mitte des 16. Jhs. bestand laut Merian aus einem zweiflügeligen Gebäude. Im Norden lagen damals wie heute die Wirtschaftsgebäude. Der quadratische, die komplette Anlage umschließende Wassergraben ist heute zugeschüttet. Das heutige Gutshaus steht auf einer ungefähr rechteckigen Erhebung von ca. 50 x 70 m Größe. Von den deutlich tiefer liegenden Wirtschaftsgebäuden ist es durch eine nicht sehr hohe Mauer getrennt. (S. Eismann/G. Pischke)

Arch-Untersuchung/Funde:

Keine