EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Hundshausen

Geschichte:

Die Burg wird während ihrer Existenz nicht ausdrücklich in den Schriftquellen erwähnt. Sie lag dicht oberhalb des Ortes Operterode, der 1193 erstmals genannt wurde, 1403 noch bestand und spätestens 1566 wüst gefallen war. Im 13. Jh. gehörte er den Herren von Löwenstein.
Aus dem Jahr 1617 ist überliefert, dass Dietrich von Linsingen in Operterode einen Burgsitz mit aufgeworfenem Graben besessen hat, der aber unbebaut war. Ob diese Nachricht sich auf diese Burgstelle bezieht, ist aber ungeklärt. (Stefan Eismann)

Bauentwicklung:

Die mittelalterliche Baugeschichte ist unbekannt. Ein Teil der Wälle wurde 1916/17 durch russische Kriegsgefangene geschleift. dabei wurden auch Mauerfundamente ausgebrochen. (Stefan Eismann)

Baubeschreibung:

Die Burg liegt in einer Bachniederung, die in diesem Bereich durch Steilhänge begrenzt wird. 1876 wird die Burgstelle als längliches Viereck von 45 Schritt Länge und 21 Schritt Breite beschrieben. Sie war von einer doppelten Wall-Graben-Anlage umgeben. Noch im 20. Jh. müssen fast mannshohe Mauerreste bestanden haben.
Wälle und Gräben sind heute nur noch schwach zu erkennen und umgeben ein Rechteck von ca. 27 x 30 m Ausmaß. Im Westen am Bach setzen sie aus. Der Innengraben ist ca. 9 m breit und wird im Süden durch eine teichartige Niederung mit dem Bach verbunden. Vorgelagert ist ein 9-10 m breiter Wall, der im Süden den Teich mit einschließt. Im Norden und Osten verläuft ein weiterer Graben. Das sich verengende Tal im Norden wird durch einen weiteren Wall abgeriegelt. Er diente wahrscheinlich auch als Stauwehr für den Bach, mit dem die Gräben unter Wasser gesetzt werden konnten.
Ausweislich des Berichts über die Existenz von Mauerfundamenten und der zahlreichen Funde von gebranntem Hüttenlehm dürfte die Innenbebauung zumindest teilweise aus Fachwerkbauten auf einem Steinsockel bestanden haben. (Stefan Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

Lesefunde von Keramik vom 9.-13. Jh. und gebrannten Hüttenlehm.
Kleine Sondage 1968 mit Keramik des 10.-15. Jhs., Funde sind verschollen.