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Bieberstein bei Hofbieber

Geschichte:

Die Burg Bybersteyn wurde um 1150 vom Fuldaer Abt Marquard auf einer steilen Anhöhe, dem Kugelstein (505,1 m ü NN), in Spornlage über dem Fluss Bieber erbaut. Eine nicht näher konkretisierte Erneuerung und Verstärkung erfuhr sie 1249 durch Fürstabt Heinrich IV. von Erthal und 1380 durch Fürstabt Konrad IV. von Hanau. Sie war Sitz des Fuldischen Amts Bieberstein. Von 1241-1326 nennt sich eine Seitenlinie derer von der Tann nach dieser Burg, also von Bieberstein. 1363-1486 war die Burg nacheinander an verschiedene Adelsgeschlechter verpfändet, bis sie wieder bis 1802 in Besitz der Fürstäbte bzw. ab 1752 der -bischöfe von Fulda gelangte.
Das heute noch bestehende Barockschloss wurde 1711-1713 nach den Plänen des Fuldaer Dombaumeisters Johann Dietzenhofer unter Fürstabt Adalbert I. von Schleifras als Sommerresidenz an Stelle der mittelalterlichen Burg errichtet. Nach 1870 ist die Anlage in Privatbesitz und seit 1904 Landerziehungsheim bzw. Hermann Lietz-Schule. (Thorsten Sonnemann)

Bauentwicklung:

Informationen zur baulichen Entwicklung der mittelalterlichen Burg liegen nicht vor.
Nach dem Umbau zu einem Barockschloss 1711-1713 kam es in der Mitte des 18. Jahrhunderts zu einer festungsmäßigen Verstärkung durch Kasematten und Bastionen. Brandkatastrophen 1908 und 1966 führten danach jeweils zu umfangreichen Umbauten. (Thorsten Sonnemann)

Baubeschreibung:

Das heute noch bestehende, in Grundriss quadratische Schloss gibt sich als geschlossener Block mit Innenhof, wobei die Ecken nach den Himmelsrichtungen ausgerichtet sind. Von der ehemaligen mittelalterlichen Burg sind lediglich Stützmauern und Halsgraben erhalten geblieben, wobei letzterer baulich stark überprägt wurde. Inwiefern sich weitere mittelalterliche Baustruktur im heutigen Schloss erhalten hat, müssten bauhistorische Untersuchungen klären. (Thorsten Sonnemann)

Arch-Untersuchung/Funde:

1993: Baubegleitende, archäologische Untersuchung im nördlichen Vorburgareal
2015: Archäologische Baubegleitung