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Aull

Geschichte:

Die Anfänge der Niederungsburg zu Aull reichen bis in die zweite Hälfte des 13. Jhs. zurück. Im Jahre 1284 wurde die Burg erstmals als Besitz der Trierer Ministerialenfamilie von Helfenstein (s. Helfenstein, Mühlentbach) erwähnt. An die Stelle der mittelalterlichen Anlage trat Mitte des 16. Jahrhunderts ein Neubau in spätgotischen Formen. Das gepflegte Anwesen befindet sich in Privatbesitz. (Jens Friedhoff; Reinhard Friedrich)

Bauentwicklung:

Eine baugeschichtliche Untersuchung des Adelssitzes steht noch aus. Nach bisherigem Kenntnisstand wurde die mittelalterliche Anlage von dem heutigen Herrenhaus überbaut. Das in spätgotischen Formen errichtete Gebäude wird aufgrund einer über dem Portal befindlichen Jahreszahl in das Jahr 1558 datiert. Ungeachtet verschiedener Um- und Anbauten des 18. Jahrhunderts ist der Kernbestand des 16. Jahrhunderts gut erkennbar. Es handelt sich um ein querrechteckiges dreistöckiges Gebäude mit schiefergedecktem Krüppelwalmdach. Während das Untertgeschoss in Stein ausgeführt wurde, erichtete man das Obergeschosse in Fachwerkkonstruktion. Die Alte Burg zu Aull zählt zu einer ursprünglich recht umfangreichen Gruppe kleinerer Adelssitze (vgl. Westert, Neuroth, Langwiesen im Westerwaldkreis oder Waldmannshausen und Volenhof in Langendernbach, beide im Kreis Limburg-Weilburg). (Jens Friedhoff)

Baubeschreibung:

Ob sich in dem Hauptgebäude des 16. Jhs. Reste der mittelalterlichen Vorgängeranlage erhalten haben, lässt sich nur im Zuge einer bauhistorischen Untersuchung des Gebäudes ermitteln. Der noch recht gut erkennbare Kern der Anlage besteht aus einem dreigeschossigen querrechteckigem Herrenhaus in Stein- und Fachwerkbauweise mit schiefergedecktem Krüppelwalmdach. An dieses Gebäude schließen sich verschiedene Anbauten des 17. und 18. Jhs. an. (Reinhard Friedrich; Jens Friedhoff)