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Helfenstein

Geschichte:

Nach der vermutlich um 1160 auf einem der erzbischöflich trierischen Burg Ehrenbreitstein südlich vorgelagerten Bergsporn errichteten Burg Helfenstein benannte sich Ministerialen, die neben ihren Burgmannen- und Burggrafendiensten auf dem Ehrenbreitstein zu Beginn des 13. Jhs. als Burgleute und spätere Amtmänner auch im Westerwald Fuß fassen konnten. Um oder kurz nach 1300 errichtete Heinrich von Helfenberg im Auftrag des Trierer Erzbischof unweit von Bad Ems die Sporkenburg (WW). Heinrichs älterer Bruder, Hermann II. von Helfenstein, erbaute gegen Ende des 13. Jh. die Niederungsburg Mühlenbach bei Koblenz-Arenberg. Seit dem 14. Jh. war die Burg Helfenstein kaum noch bewohnt und verfiel. In nachmittelalterlicher Zeit wurde die Burgstelle durch das Fort Helfenstein überbaut. (Jens Friedhoff)

Bauentwicklung:

Die Burggründung erfolgte um die Mitte des 12. Jh. Weitere Nachrichten über bauliche Veränderungen der Anlage fehlen. Im Verlauf des 15. Jh. wurde Burg Helfenstein aufgegeben und verfiel. (Jens Friedhoff)

Baubeschreibung:

Die recht kleine Ministerialenburg nahm die gesamte untere Südspitze des dem Ehrenbreitstein vorgelagerten Bergsporns ein. Ein steiler Pfad passierte eine Schlucht zwischen den beiden Burgen. Aufschluss über die Baugestalt vermitteln einige ältere Ansichten der Burg Ehrenbreitstein aus dem 16. Jh., die die Burg Helfenstein bereits als Ruine zeigen. Die ovale Ringmauer war mit einem mächtigen Torturm versehen, neben dem ein kleinerer Viereckturm platziert war. Auf der dem Rheintal zugewandten Seite erhob sich oberhalb einer Zwingeranlage ein mehrstöckiges Gebäude, das sich direkt an die Ringmauer anlehnte. An der Südseite befand sich ein schmaler Rundturm. Die Ostseite nahm ein kleiner Giebelbau ein. (Jens Friedhoff)