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Rietburg

Geschichte:

Die exponiert gelegene Rietburg ist vermutlich gleichzeitig mit der benachbarten Kropsburg entstanden. Im Jahr 1204 benennt sich eine Ministerialenfamilie nach der Rietburg. König Rudolf von Habsburg vergibt das Reichslehen an die Herren von Ochsenstein. Später gelangte die Rietburg an das Hochstift Speyer. 1460 wrude die Burg in der sogenannten Kurfehde von Truppen der Grafen von Leiningen eingenommen. Später bemächtigten sich die Gefolgsleute des Markgrafen Albrecht Alkibiades der Burg. Im Bauernkrieg scheint die Burg keinen Schaden genommen zu haben. Zur Ruine wurde die Anlage vermutlich im Dreißigjährigen Krieg. Zu Beginn des 19. Jhs. ging die Anlage in den Besitz der Gemeinde Roth über. Bedingt durch umfangreiche Sanierungsmaßnahmen und den Ausbau des Restaurants wurde das Erscheinungsbild der Burg stark verändert. (Dieter Barz; Jens Friedhoff)

Bauentwicklung:

Die Schildmauer und Teile der Kernburg können in die 2.H. des 12. Jhs. datiert werden. Die genaue Entstehung und Lage der 1472 zum letzten Mal bezeugten St. Katharinenkapelle in der Burg ist bislang unklar. Aufgrund des geringen Baubestandes und massiven Überformung der Anlage durch die Nutzung als Restaurant ist eine baugeschichtliche Einordnung der Burg recht problematisch. (Dieter Barz).

Baubeschreibung:

Der Bering umschreibt ungefähr ein Trapez. In der Nordwestecke befindet sich die höher gelegene Hauptburg mit mächtiger, am Boden drei Meter starker Schildmauer, die am Südende turmartig bis zu vierzehn Meter hoch aufragt und und mit Buckelquadern verkleidet ist. Sie gehört vermutlich noch dem 12. Jh. an. Terrassenanlagen und moderne Einbauten beeinträchtigen das Erscheinungsbild der Burg. Von der Unterburg haben sich nur die Ringmauer und das Tor erhalten. (Dieter Barz)