EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Zangeburg bei Hahnenberg

Geschichte:

Die Geschichte der Herren von Zange und ihrer Burg scheint nicht in den landesgeschichtlichen Nachschlagewerken auf. Als erster erscheint 1197 Werner von Zange im Gefolge Herzog Philipp von Schwaben. Das Wappen der Familie soll jenem der Herren von Lautrach sehr ähneln (Hirschkopf). Dazu passt, dass Hermann gen. von Sange ein Neffe eines H. von Altmannshofen war, die wiederum mit den Lautrach verwandt waren. Mit dem Ende des 13. Jh. gibt es keine weiteren Belege für Familienmitglieder mehr. (Christoph Engels)

Bauentwicklung:

Die Burg dürfte im späten 12. Jh. entstanden sein. 1382 wird sie noch als Veste Zange erwähnt, dürfte demnach intakt gewesen sein. In diesem Jahr fiel sie im Zuge einer Erbteilung an Graf Albrecht von Werdenberg zu Heiligenberg. Noch im 19. Jh. konnten Steine aus der Ruine gebrochen werden, um Gebäude auf Höfen in der Umgebung zu bauen. (Christoph Engels)

Baubeschreibung:

Die Burg liegt auf dem spitzwinkeligen Gelände zwischen dem 50 m tiefen Tobel der Ettishofer Ach (Sturmtobel) im Süden und einem nördlichen, 30 m tiefen Tobel eines kleinen Zuflusses. Es handelt sich um eine typische Spornburg mit großem Halsgraben von 40 m Breite und 8 m Tiefe. Auf der Burgseite findet sich in der Böschung des Grabens in halber Höhe ein Plateau, das auch um die Westecke der Burg auf deren Nordseite umläuft. (im Sommer 2025 war der Halsgraben durch Jungbuchenaufwuchs stark zugewachsen. Im Osten schneidet ein weiterer kurzer Halsgraben, von ca. 22 m Breite dessen Sohle immerhin 9 m unter dem Burgplateau liegt, einem potentiellen Angreifer den Weg aus dem Tal über den Grat ab. Im Norden befinden sich in der Grabenböschung große Tierbauten, deren Auswurfmassen das Grabenprofil bereits merklich stören. Oben auf der Burgfläche befinden sich direkt am Halsgraben die Mauerreste eines rechteckigen Gebäudes/Turms von ca. 11,5 m Tiefe. Die heute noch in Schuttwällen steckende Reste des Kernmauerwerks der West- und Ostwand haben noch eine Länge von 9 m. Ob die Nord- und Südwand des Gebäudes gänzlich abgestürzt sind oder spurlos abgetragen wurden, ob das Gebäude rechteckig oder quadratisch war, könnten nur Grabungen klären. Weitere Mauerreste fehlen. Östlich schließt sich das eigentliche Burgplateau an. Dessen Niveau liegt ca. 2-3 m unter jenem im Bereich des Gebäudes/Turms. (Christoph Engels)

Arch-Untersuchung/Funde:

Konnten nicht ermittelt werden. Teile des Kernmauerwerks des Gebäudes/Turms liegen nach privaten Nachforschungen immer noch offen. Auch im Südhang gibt es eine große rechteckige Sondage, die wohl dem (vergeblichen?) Nachweis einer Ringmauer galt. Mündliche Berichte von weiteren Aktionen waren zwar glaubhaft, doch eher vage. (Christoph Engels)