EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Gerencsérvár

Geschichte:

Die Anfänge der Burganlage sind noch unklar. Wahrscheinlich hatten hier, in den wildreichen Wäldern des Vértes-Gebirges die Anjou-Könige schon im 14. Jh. ein unbefestigtes Haus, was ihnen während ihres Jagdaufenthaltes als Wohnung diente. Urkundliche Angaben aus 1364 und 1410 deuten darauf hin. Königin Elisabeth verpfändete 1446 ihre hiesige curia an die Aristokraten-Familie der Rozgonyis. Sie spielten zu dieser Zeit eine wichtige politische Rolle in der weiteren Umgebung, ähnlich, wie etwas später Miklós Újlaki castrum Gerencher erscheint in den Schriftquellen zum ersten Mal 1466 als seine Burg. Erst sein Sohn verlor die Anlage, die so an 1495 schon im Besitz der Erdodi-Bakócz-Familie war. Ihr weiteres Schicksal ist unbekannt, sie ging wahrscheinlich während der Türkenkriege zugrunde. (G.T.)

Bauentwicklung:

Da die Burgruine archäologisch noch überhaupt nicht erforscht wurde, deuten nur Baufugen des mittleren Turmstumpfes auf eventuelle mehrere Bauperioden hin. (G.T.)

Baubeschreibung:

In der Mitte der auf einem flachem Plateau errichteten Burg erheben sich die max. 3 Meter hohe Reste eines etwa 20x20 Meter großen quadratischen Turmes (Mauerstärke: 2-3 Meter). Die im 19. Jh. noch sichtbaren Öffnungen sind schon verschwunden. Um den Turm herum, 2-3 Meter erstreckt sich die fast quadratische äußere Burg (etwa 50x50 Meter) mit markanten halbrunden Türmen (;) an den Ecken. Bemerkenswert ist noch der 4-8 Meter breite, etwa 3 Meter tiefe Graben um die Burg herum, der nur im Norden fehlt – das Wasser des hier vorbei fließenden Baches wurde im Mittelalter durch zwei mächtige Dämme aufgestaut. (G.T.)

Arch-Untersuchung/Funde:

In der Burg fand bisher noch keine archäologische Untersuchung statt. Lesefunde stammen meist aus dem 15. Jh. (G.T.)