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Born

Geschichte:

Die Kirche von Born wird 1136 und 1158 erstmals erwähnt. 1296 ist ein Arnoldus de Burne Kanonikus der Kirche St. Gereon in Köln. 1392 werden die Edelherren von Wevelinghoven durch den Herzog von Geldern mit Haus Born belehnt. "1412 und 1426 hat Wilhelm to Weuelkauten en to Alfter, Erzmarschall von Köln, Haus und Hof "Borre by Bruggen" zu Lehen und erneuert Latenrechte. 1433 werden Haus und Hof Born an Friedrich von Moers und Sarwerden verkauft und fallen 1448 an das Kloster St. Pantaleon, den alten Grundherren, zurück. (R. Friedrich).

Bauentwicklung:

Es sind keine Angaben zur Baugeschichte bekannt. (R. Friedrich)

Baubeschreibung:

Die zweiteilige Anlage bestand aus einer runden Hauptburg (Basisdurchmesser 40 m) und einer viereckigen, leicht podestartig erhöhten Vorburg (55 x 42 m). Beide Teile verband eine 22-25 m lange, stegartige Holzbrücke. Die zum Zeitpunkt der Untersuchung bereits abgetragene Hauptburg war durch einen Doppelgraben befestigt, eine Palisade am Rande diente wohl zur Sicherung der Hügelerde. Möglicherweise wurde der Burghügel im 16. Jahrhundert abgetragen.
Die Vorburg war auf einem als Fundamentierung dienenden Rost aus zahlreichen in den Boden gerammten Eichenpfählen errichtet, auf der eine Packlage angeschüttet wurde. Als Begrenzung der Vorburg dienten eine Palisadenwand und teilweise auch an der Seite errichtete Holzgebäude, von denen allerdings nur Reste der Lehmflechtwände erhalten waren. Entsprechendes Fundmaterial zeigte an, dass in dieser Vorburg der Wirtschaftsteil untergebracht war; so konnten nach Steeger Bäckerei, Küche, Mühle, Schuster- und Metallwerkstatt ermittelt werden. (R. Friedrich)

Arch-Untersuchung/Funde:

1937 von A. Steeger umfangreiche Ausgrabungen. Die vorhandene Keramik datiert ungefähr ins späte 12. bis 15. Jahrhundert, wobei diese Datierung durch eine Münze König Albrechts I. (1298-1308) unterstützt wird. Das Fundmaterial stammt zumeist aus dem Bereich der Vorburg, häufig als Abfall in dem angrenzenden Moor gefunden. Neben der üblichen Irdenware Elmpter und Siegburger Art weisen Zinngeschirr, Glasbecher und glasierte Ofenkacheln auf gehobenere Tisch- und Wohnsitten hin. (R. Friedrich)