Geschichte:
Seit Ende des 12. Jhs., als die Grafen von Lauffen ihren Besitz in Friesenheim, das zum salischen Hausgut zählte, an ein Ministerialengeschlecht verliehen, sind bis ins 15. Jh. zahlreiche Ministeriale bekannt, die sich nach dem Ort nennen. Ende des 13. Jhs. spalteten sich zudem von der Hauptlinie verschiedene Seitenlinien ab, die in unterschiedlichen Diensten standen, worunter sich das Reich, die Bischöfe von Speyer, die Stadt Worms und die Pfalzgrafen befanden.
Eine Burg in Friesenheim (castrum et villam Friesenhaim) wird erstmals 1287 sicher bezeugt, 1291 erneut. Beide Male befindet sie sich in pfalzgräflichem Besitz, so dass diese oder das Reich als mögliche Erbauer in Frage kommen.
Die weitere Geschichte der Burg ist unbekannt, vielleicht wurde sie schon im 14. Jh. aufgelassen. Zu Beginn des 18. Jhs. sollen jedenfalls nur noch wenige Reste der Burg, von der ein Gewannname zeugt, sichtbar gewesen sein. (Reinhard Friedrich)
Bauentwicklung:
Über die Baugeschichte sind mangels Befunden keine näheren Angaben möglich. (Reinhard Friedrich)
Baubeschreibung:
Bauliche Überreste der nur in historischen Quellen bezeugten Burg in Friesenheim sind nicht vorhanden, so dass nähere Angaben zu ihrer baulichen Gestalt nicht möglich sind. Selbst ihre Lage lässt sich nur durch den Flurnamen "In der Burg" vermuten. Immerhin soll dieser Bereich 1724 noch von einem Graben umfasst gewesen sein, der um die Jahrhundertwende noch teilweise sichtbar gewesen sei. Demnach könnte es sich um eine Wassserburg gehandelt haben. Ein südlich davon gelegenes Areal wurde 1778 als Burggarten, 1837 als "die Burggärten" bezeichnet. (Reinhard Friedrich)