Geschichte:
Kurz vor Ihrer Ersterwähnung 1258 war die nahe Maudach (prope villam Mudach) gelegene Burg (militi castellum) zerstört worden. Denn die Ersterwähnung handelt von der mit Hilfe des Wormser Bischofs zustande gekommenen Beilegung einer Fehde zwischen Heinrich von Ruppertsberg, Besitzer der Burg, und der Stadt Worms. Im Verlauf dieser Streitigkeiten war die Burg bei Maudach durch ein Aufgebot der Stadt Worms besetzt und geschleift worden und wurde offenbar nicht wieder aufgebaut. Während ihr Ende somit klar ist, gilt dies nicht für den Zeitpunkt ihrer Gründung. Henrich von Ruppertsberg war Mitglied einer Speyerer Ministerialenfamilie, die sich noch im 12. Jahrhundert nach Maudach benannte und Teile der dortigen Ortsherrschaft als bischöflich-speyerisches Lehen innehatte. Somit könnte sie schon im 12. Jh. als Sitz dieser Ministerialenfamilie gedient haben. Einiges spricht aber auch für die Überlegungen von Franz Maier, der die Burg als Konkurrenzgründung zur benachbarten leiningischen Zollhütte Hüttengraben an der großen Landstraße sieht. Eine Zollburg in so exponierter Lage wäre aber wohl nicht ohne die Unterstützung Dritter möglich, als die am wahrscheinlichsten die Pfalzgrafen in Frage kommen, die hier mit den Leiningern auch bezüglich der lukrativen Zölle in Konkurrenz standen. Dann wäre an eine Doppelministerialität der Rupperstberger zu denken. Nach diesem Datum gibt es keine Hinweise mehr auf die Burg, die offenbar nicht wieder aufgebaut wurde. (Reinhard Friedrich)
Bauentwicklung:
Über die Baugeschichte sind mangels Befunden keine näheren Angaben möglich. (Reinhard Friedrich)
Baubeschreibung:
Über die bauliche Gestalt sind mangels Befunden keine näheren Angaben möglich. (Reinhard Friedrich)