EBIDAT - Die Burgendatenbank

Eine Initiative der Deutschen Burgenvereinigung Menu

Langelsheim, Edelhof

Geschichte:

Der Edelhof von Langelsheim wird zwar erst 1599 ausdrücklich als Adelssitz ausgewiesen, weist aber in seiner Gestalt typische Merkmale einer spätmittelalterlichen Turmburg auf. 1374 ging der Sattelhof an das Goslarer Stift Georgenberg. Nachdem das Stift 1527 niedergebrannt wurde, waren die Herzöge von Braunschweig-Lüneburg Lehnsherren. 1567 wird er nochmals als Sattelhof erwähnt. 1599 besitzt der Zehntner Christoph Sander aus Goslar das Rittergut. Von 1625 bis 1653 gehört es einer Frau von Pithan, deren Erben es 1653 an Herzog August abtraten. Dieser machte es zum Sitz eines neu gebildeten Amtes. Bis 1832 diente es als Sitz des Amtmannes des Herzogtums Braunschweig und danach bis 1977 als Oberförsterei. Heute ist es in Privatbesitz. (Stefan Eismann)

Bauentwicklung:

Beim gegenwärtigen Forschungsstand lassen sich kaum Angaben zur Bauentwicklung machen. Das Wohngebäude mit den Fachwerkgeschossen besitzt an seinem Treppenturm ein Portal, das mit der Jahreszahl 1552 versehen ist. Diese markiert offenbar den Umbau des im Kern spätgotischen Baus zum Renaissancestil. (Stefan Eismann)

Baubeschreibung:

Der Edelhof in Langelsheim besteht aus zwei Gebäuden. Das Hauptgebäude besitzt als dreistöckiger Massivbau aus Buntsandstein das typische Aussehen eines spätmittelalterlichen Wohnturms. Seine Bauformen gehören der Spätgotik an. Der Keller weist ein Kreuzgewölbe auf. Die Mauern im Erdgeschoss besitzen mit 1,50 m Stärke wehrhaften Charakter. Es gibt Anzeichen für ehemals vorhandene Anbauten in Form einer äußeren Galerie auf der Süd- und eines Aborterkers im ersten Geschoss der Nordseite.
Das südliche Gebäude des Edelhofes besitzt ein massives Untergeschoss mit z. T. spätgotischen Fenstern und zwei Fachwerkobergeschossen. An seine Südwestecke ist ein runder Treppenturm mit Renaissanceportal angefügt.
Der heute zum Teil verrohrte Mühlengraben floss früher am Edelhof vorbei, so dass ein ursprünglicher Charakter als Wasserburg sehr wahrscheinlich ist. (Stefan Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

Keine