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Scheiterburg bei Gronau

Geschichte:

Gronau, 864/76 als Gruonowa (= grüne Au) ersterwähnt ist eine Siedlung des Landesausbaus. Ebenfalls seit dieser Zeit nachweisbar ist die (heute evangelische) Cyriakus-Kirche. Seit der 2. Hälfte des 9. Jh. erhielt Kloster Lorsch hier nennenswerten Besitz. Von den Grafen von Calw kam Gronau im 13. Jh. an die Markgrafen von Baden und Mitte des 14. Jh. an die Grafen von Württemberg. 1659 trat Oberstenfeld sein hiesiges Freigut dem Ritterkanton Kocher ab. Eine Burgsiedlung Smaleneke (= kleine Burg) ist nach einer Papsturkunde von 1247 als Besitz des Stiftes Oberstenfeld nachweisbar und wird bei Gronau vermutet. In der Flurkarte NO 5019 von 1832 ist 0,7 km westlich der Pfarrkirche Gronau die hier beschriebene Anlage mit dem Namen Scheutterburg (in der aktuellen TK25 Scheiterburg) bezeichnet. (Christoph Engels)

Bauentwicklung:

Mangels Untersuchungen und Befunden kann nichts ausgesagt werden. (Christoph Engels)

Baubeschreibung:

Der Bergsporn wird auf einer Breite von 30-35 m von einem nur noch flachen und bogenförmigen Wall (ca. 1,5 m über Grabensohle) mit vorgelagertem Graben (Tiefe max. 0,75 m) abgeschnitten. Der Wall ist ca. 3,5 m breit, Graben und Wall zusammen ca. 9,5 m. Die Anlage ist durch zahlreiche Baumwurfteller massiv gestört. Zu den Hängen im Norden und Süden verflachen sich beide extrem. In alten Ausgaben der topographischen Karte wird hier der Sporn als künstlich versteilt dargestellt, was aber vor Ort nicht mehr nachvollziehbar erscheint. Auf der Südseite der Anlage zieht ein alter Weg unbestimmten Alters hinauf. (Christoph Engels)

Arch-Untersuchung/Funde:

Keine Maßnahmen bekannt.