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Ransbach

Geschichte:

Der 1168 erstmals genannte Ort Ransbach war als Lehen des Klosters Hersfeld im Besitz der Grafen von Ziegenhain. Wahrscheinlich kam der Hof zu Beginn des 13. Jh. zusammen mit anderen Gütern an das Kloster Haina, das ihn zu einer seiner wichtigsten Grangien ausbaute. Das Kloster errichtete wahrscheinlich nach dem Sterner-Krieg um 1370 zum Schutz ihres Besitztums die kleine Niederungsburg. Nach der Klosterauflösung fiel sie 1527 an die Landgrafschaft Hessen, der Hof wurde verpachtet. Das Feste Haus diente mehrere Jahrhunderte lang als Dorfschmiede. (Stefan Eismann)

Bauentwicklung:

Das Fachwerk ist dendrochronologisch auf die Jahre 1503/04 datiert worden. Nach der Ansicht von Gerhard Seib sind steinerner Unterbau und Fachwerkaufbau zur selben Zeit entstanden, doch sprechen der bauliche Charakter und die historischen Verhältnisse für eine frühere Entstehung des Steingeschosses. 1640 soll der Hof abgebrannt sein.
Das Gebäude wurde 1980 wegen Baufälligkeit in den Hessenpark umgesetzt und restauriert. (Stefan Eismann)

Baubeschreibung:

Der quadratische Wohnturm besitzt eine Seitenlänge von 9,07 m bei ca. 1 m Wandstärke. In den Wänden des Erdgeschosses sind auf allen vier Seiten Schlüssellochscharten eingelassen. Die beiden Obergeschosse sind aus Fachwerk errichtet. Im Süden erfolgte der Zugang durch eine Spitzbogenpforte. Bei der Bauaufnahme wurden im Inneren im 1. Stock die Spuren einer nicht näher spezifizierten Feuerstelle vorgefunden. Dies widerspricht einer reinen Nutzung als Wehrspeicher, wie sie vorgeschlagen wurde. Auf einer Gemarkungskarte von 1775 ist ein breiter Wassergraben um das Gebäude eingezeichnet, von ihm zeugen noch ein Löschteich und einige Vertiefungen. (Stefan Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

Aus Kostengründen unterblieb eine archäologische Untersuchung im Zuge der Umsetzung des Gebäudes in den Hessenpark.