Geschichte:
Der Ort Niederklein erscheint schon 917/18 in Urkunden der Abtei Fulda. Die Burg in Niederklein diente wie wohl auch die benachbarten Burgen Forst und Waffensand zum Schutz der Verbindung zwischen den Besitztümern Amöneburg und Fritzlar des Erzbistums Mainz. Ein Ortsadelsgeschlecht von Glene als Mainzer Ministeriale ist ab 1252/53 überliefert. Sie dienten u. a. als Burgmänner auf der Amöneburg. Else von Glene und ihr Ehemann Adolf Rau von Holzhausen verkauften um 1407 den Burgsitz und die Güter der von Glene an das Mainzer Erzbistum. Dieses schenkte ihn 1417 dem Stift Amöneburg. Die Burg diente dem Stiftskapitel als ländliche Zuflucht bei Pestepidemien. Ab dem 18. Jh. wurde der Hof samt Wohnturm verpachtet. 1840 wurde beides durch die Gemeinde Niederklein erworben. Diese baute zwischen 1844 und 1847 direkt neben dem Wohnturm ein Schulgebäude. Der Wehrbau besaß nun keinen Nutzen mehr und wurde wohl um 1850 abgebrochen. (Stefan Eismann)
Bauentwicklung:
Von der Baugeschichte ist nur bekannt, dass 1666/67 der Wohnturm renoviert wurde. Ein letzter Wehrturm der Befestigung wurde erst 1898 abgebrochen. (Stefan Eismann)
Baubeschreibung:
Die Burg befand sich unmittelbar nördlich des Wehrkirchhofs von Niederklein. Laut der Katasterkarte von 1810 stand in der Mitte des Areals der sog. "Steinerne Bock", ein Wohnturm von ca. 6,20 x 7,50 m Größe. Die weiteren Details der Gestalt der Burg sind unbekannt. (Stefan Eismann)
Arch-Untersuchung/Funde:
Keine