Geschichte:
Die Burg derer von Schenkwald lag nördlich von Hünfeld auf dem Schenkelsberg, früher Schenkenberg, über der Haune. Sie war lediglich ca. 200 m von der nächstgelegenen mittelalterlichen Befestigung, der Sassenburg, entfernt.
Als erster des Adelsgeschlechts derer von Schenkwald wird 1268 Heinrich von Schenkwald, ein Ministeriale von Fulda, genannt. Eine Burg (castrum) Schenkenwald wird um 1300 erwähnt, als Graf Berthold von Henneberg und seine Gemahlin Adelheid diese an den Fuldaer Fürstabt Heinrich von Weilnau verkauften. Dass die Befestigung zu diesem Zeitpunkt nicht mehr von den Schenkwalds geführt wird, mag damit zusammenhängen, dass Gyso von Schenkwald 1271 am Mord an Fürstabt Bertho II. von Leibolz beteiligt war. Da die Burg in Urkunden zum Jahr 1460 nicht mehr genannt wird, war sie zu dieser Zeit wohl bereits verfallen. (Thorsten Sonnemann)
Bauentwicklung:
Informationen zur baulichen Entwicklung der Burg liegen nicht vor. (Thorsten Sonnemann)
Baubeschreibung:
Letzte obertägige Reste der Ruine, die nördlich von Hünfeld auf einer bewaldeten Kuppe liegt, wurden in den 1920er Jahren zum Bau der Straße Hünfeld-Rossbach abgetragen. Bei der Anlage eines Wasserspeichers in diesem Areal wurden letzte erkennbare Überbleibsel des Umfassungsgrabens überprägt. (Thorsten Sonnemann)