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Fuchsberg

Geschichte:

1237 stellt Stefan v. Maissau "in castro Vuosperch" eine Urkunde aus. Die Fuchs, Lehensträger der Maissauer, werden 1290 mit Friedrich dem Fuchs angeblich erstmals genannt. Eine Urkunde Hzg. Leopolds VI. nennt jedoch bereits 1210 einen Otto Fuchs, der mglw. hierher zu beziehen ist. 1301 wird Ulrich der Fuchs v. Fuchsberg genannt, 1313 ein Almar der Bgf. v. Fuchsberg. 1320 wird Alramus als Hofrichter v. Fuchsberg, bzw. als "Alramus Castelanus in Fuchsberg", bezeichnet. 1375 wird noch Reinbot der Hofrichter zu Fuchsberg erwähnt. Der Zeitpunkt der Aufgabe ist zwar nicht bekannt, kann jedoch durch den Baubestand für das Spätmittelalter vermutet werden. Heutiger Grundeigentümer ist die Fam. Hoyos, Horn. (G.R.)

Bauentwicklung:

Aufgrund des stark verfallenen Zustandes der Anlage lassen sich nur einzelne Feststellungen treffen, die aber keine zusammenhängende Baugeschichte ermöglichen.
Das Vorwerk scheint 2 Bauphasen, eine ältere des 13. Jhs. und eine jüngere des 14. Jhs. aufzuweisen. Der quadratische Bergfried ist sekundär an die Schildmauer gestellt, und das stark materialbedingte, lagerhafte und wenig ausgezwickelte Mauerwerk derselben weist in das 2. V. d. 13. Jhs.

Baubeschreibung:

Der an der Lagestelle etwa N - S laufende Hügelrücken trägt auf einer für den Burgbau günstigen, gegen SO gerichteten Abtreppung die ungewöhnlich ausgedehnte, von mächtigen Erdbefestigungen geprägte Burganlage. Die Hochburg ist von einem großangelegten, komplizierten Wall-Graben-System allseitig umschlossen, welches das Kernwerk flächenmäßig um ein Vielfaches übersteigt. Bemerkenswert ist der bergseitige, gegen NO gerichtete Wallbogen, der auf seiner breiten Plattform deutliche Reste einer weitläufigen, vielgliedrigen Verbauung zeigt, die als Vorwerk und Wirtschaftsareal angesehen werden kann. Mauerteile im SO des Vorwerkes, die in Art einer Konterescarpe das Areal gegen die Hochburg sicherten, lassen 2 Bauphasen, eine ältere des 13. Jhs. und eine jüngere des 14. Jhs. erschließen. Vor dem Vorwerk liegt ein weiterer, äußerer Wallbogen, dessen Außengraben bereits tlw. verflacht erscheint. Wallbogen, Vorwerk und der Ringwall der Hochburg werden an der NW-Seite von einer tlw. breit angelegten Terrasse mit Resten eines Außenwalles begleitet.
Die Hochburg ist durch einen besonders tiefen Graben gesichert, der auch Ausgang für die 3-seitig umlaufenden Ringwälle und -gräben des mächtigen, hoch aufragenden Kernwerkes ist. Dieses ist Basis für die kastellförmige, ca. 32 m im Quadrat messende Hochburg mit einem ehem., zentral an die Hauptangriffsseite im NO gestellten Bergfried. Der quadratische Turm von ca. 9,80 m Seitenlänge ist sekundär an die hier 2,70 m starke Schildmauer gestellt, wobei eine ältere, primäre Wandöffnung unbekannter Funktion verstellt wurde. Nur von der Schildmauer sind höher aufgehende Mauerteile erhalten, die im nordwestl. Teil Balkenlöcher einer Decke erkennen lassen. Geringe Mauerreste und Schütthügel lassen in der W-Ecke den ehem. Palas vermuten. Das Burgtor war mglw. in einem flankenartigen Vorsprung der SO-Front angelegt. Das stark materialbedingte, lagerhafte und wenig ausgezwickelte Mauerwerk der Schildmauer weist in das 2. V. d. 13. Jhs. (G.R.)