EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Neudegg

Geschichte:

Im 12. und 13. Jh. ist jenes Gebiet im Besitz der Gfn. v. Plain-Hardegg. Ein "Ortolfus de Nonnekke" erscheint bereits 1183/96 in einer Plainer Urkunde. 1220 ist "Chunradus de Niweneke", offenbar ein Ritter der Gfn. v. Plain-Hardegg, genannt. Die Familie ist noch mehrmals bis 1313 nachweisbar, dürfte die Burg in der Folge jedoch verloren haben. Niklas "Newnekker" macht 1390 noch Ansprüche an der offenbar nicht mehr im Besitz der Familie stehenden Burg geltend. Vor 1390 wird als Besitzer "Cherssl der Schütze von Rugers", ab 1390 ein Peter Laher angegeben. 1390 wird jedoch die Burg in Hardegger Urkunden bereits als Burgstall beschrieben und 1425 wird das "öde Haus" Neuneck genannt. Eine Besitzerreihe ist bis 1852 zu verfolgen, in jenem Jahr werden letztmalig Lehenbriefe für das "öde Haus Neuneck" ausgestellt. (G.R.)

Bauentwicklung:

Der durch einen einfachen, ausgeschrämten Halsgraben abgeriegelte Sporn gestattete eine Anlage von 24 m Länge und 12 - 13 m Breite. Unmittelbar hinter dem Graben liegt im nördl. Bereich der Anlage ein niederer Felsbuckel mit den Resten des ehem. zentral eingebundenen Bergfrieds mit Seitenlängen von ca. 8,10 x 6,30 m. Beiderseits des Turmes liegen schmale Hof- bzw. Zwingersituationen, jene im O bildet den ehem. Zugang mit der Toranlage. Knapp hinter dem Turm liegen an der O-Seite der Burg die erhaltenen Hofwände des ehem. Palas, westl. davor der räumlich äußerst kleine Burghof. Die westl. und östl. Beringflanken sind nach frühzeitigem Absturz restlos verschwunden. Am südl. Ende, über dem Steilabsturz, ragen bedeutende Mauerteile der ehem. Burgkapelle auf. Erhalten ist die S-Wand mit Ansätzen der W-Mauer und der Halbrundapsis im O, die über einem massiven, vorspringenden Mauersockel zur Niveauaufbereitung errichtet wurden. Ein kleines getrichtertes Rundbogenfenster mit monolithischem Sturz ist die einzige erhaltene Fensteröffnung der Burg, die sonst nur bedingt lagerhaftes, tlw. großformatiges Bruchsteinmauerwerk zeigt. Durch diese durchgängig an allen Bauteilen sichtbare Mauertechnik lässt sich ein relativ einheitlicher Burgbau aus dem 2. oder 3. V. d. 13. Jhs. erschließen. (G.R.)

Baubeschreibung:

Die Burg ist eine der räumlich kleinsten Anlagen des 13. Jahrhunderts, die eine Durchgliederung mit Bergfried, Palas, Kapelle, Hof und Toranlage aufweisen. (G.R.)

Arch-Untersuchung/Funde:

Streufunde des 12./13. Jahrhunderts.