EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Waldau

Geschichte:

Die Burg ist urkundlich allein durch die Nennung eines Adligen namens Berthold von Waldau im Jahre 1255 greifbar. Aufgrund der Territorial-geschichte dieses spät besiedelten Teiles des Odenwaldes ist anzu-nehmen, dass Waldau eine Burg der Herren und Schenken von Erbach war, die in den Auseinandersetzungen um das Erbe des Reichsklostes Lorsch nicht gehalten werden konnte und gewaltsam zerstört wurde. Als direkter Nachfolger ist die Burg im benachbarten Güttersbach anzusehen. (T.St.)

Bauentwicklung:

Die architektonische Gestalt dieser Burg ist vornehmlich durch die Aus-grabungen unter Heinrich Giess ab 1890 bekannt. Demnach war es eine kreisrunde Wasserburg mit über 50 m Durchmesser, die von zwei umlaufenden Wassergräben geschützt wurde. Der Gesamtdurchmesser betrug etwa 100 Meter. Im Inneren der Anlage konnte als einziges Gebäude eine freistehende Kapelle ergraben werden, Mauerbruch deutet auf eine steinerne Ringmauer. Die Burg wurde eindeutig gewaltsam erobert und systematisch zerstört. Aufgrund des Fehlens schriftlicher Quellen muss sich das spätestens in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts ereignet haben. (T.St.)

Baubeschreibung:

Die Burgstelle ist nicht mehr kenntlich, es existiert vor Ort lediglich eine Informationstafel. (T.St.)

Arch-Untersuchung/Funde:

Ab 1890 Ausgrabungen durch Heinrich Giess, die gut pub-liziert sind. 1937 unpublizierte Ausgrabungen durch Karl Nahrgang. 1993 ein unpublizierter Suchschnitt durch das Hessische Landesamt für Denkmalpflege. (T.St.)