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Alt-Sternberg

Geschichte:

Eine schriftliche Überlieferung zur Burganlage fehlt. 1243 bezeichnete sich Heinrich, Sohn des Grafen Volkwin von Schwalenberg, als Edelherr von Sternberg. Über die Anlage der Burg, die vermutlich Ende des 12. Jahrhunderts oder um 1200 erfolgte, nach Keramikfunden aber vielleicht bis zu 100 Jahre älter ist, liegen keine Nachrichten vor. Die Anlage wurde spätestens in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts als Dynastensitz aufgegeben und nur 1,5 km südöstlich davon das größere (Neu-)Sternberg ausgebaut. Der Name Alt-Sternberg ist für das 18. Jahrhundert belegt. (R.Pieper)

Bauentwicklung:

Nachrichten oder Hinweise zur Bauentwicklung liegen nicht vor. Da die Burg aber möglicherweise vermutlich wenig mehr als 100 Jahre bestand, kann von einer zügigen und recht homogenen Bauentwicklung ausgegangen werden. (R.Pieper)

Baubeschreibung:

Die insgesamt etwa 4000 m² umfassende Anlage gliedert sich in die ovale Hauptburg, eine annähernd halbrunde, durch einen Halsgraben getrennte Vorburg östlich davon sowie ein der Vorburg östlich und nordöstlich vorgelagertes, segmentbogenförmiges Außenwerk. Die Ost-West-Länge beträgt insgesamt etwa 170 m, die Nord-Süd-Ausdehung ca. 140 m. Die Bereiche werden durch 10 bis 12 m tiefe und bis zu 17 m breite Gräben voneinander getrennt. Kleinere Wälle und Erdwerke zeichnen sich im Süden auf ganzer Breite der Anlage, nördlich von Vorburg und Außenwerk sowie westlich vor der Hauptburg ab.
Bei der 1908 durch Otto Weerth durchgeführten archäologischen Untersuchung wurden fünf Kellergruben von 15 m², 25 m², 25 m², 25 m² und 27 m² freigelegt. Die Wände bestanden aus Trockenmauern, zudem konnten Treppen festgestellt werden. Lage und Anordnung der Mauern ermöglichen aber keine Rekonstruktion der Kernbebauung. (R.Pieper)

Arch-Untersuchung/Funde:

1908 durch Otto Weerth. - Je eine Münze aus der Zeit zwischen 1192 und 1197 und aus dem frühen 13. Jahrhundert (n. 1205). Keramik des Hochmittelalters, darunter Pingsdorfer Ware; die ältesten Stücke Ende 11. Jahrhundert. Eisengeräte, ein Glasring, Tierknochen. (R. Pieper)