EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Kohlstädt

Geschichte:

Möglicherweise erbauten die Grafen von Schwalenberg die Burg am Eggeübergang in der Zeit um 1100. Von ihnen gelangte sie vor 1365 an die Edelherren zur Lippe, die sie offenbar nicht mehr nutzten. Der Verfall erfolgte vielleicht schon im 15. oder 16. Jahrhundert. Burgländereien waren noch zu Beginn des 17. Jahrhunderts bekannt, 1704 war die ursprüngliche Funktion der Ruinen bereits unbekannt; man vermutete eine "Heidenkirche". (R.Pieper)

Bauentwicklung:

Zur Bauentwicklung können bislang keine Angaben gemacht werden. (R. Pieper)

Baubeschreibung:

Die Anlage setzt sich aus der Ruine eines massiven Donjons und einem angeschlossenen, ebenfalls nur mehr in Resten erhaltenen Haus zusammen, wobei allerdings der nahe Bach Teile unterspült hat, die eingestürzt sind.
Steingebäude/Donjon: Massiver, im Erdgeschoss vermutlich einst gewölbter Turmschaft von 144 m² Flächengröße, dessen Fundamente aus teils hochkant stehenden Bruchsteinen auf einem Kiesbett ruhen. Die Unterspülung erfolgte durch Verlagerung des Bachbettes, nachfolgend der Teileinsturz. Eine Türöffnung von 2,00 m x 0,75 m Größe liegt im Obergeschoss der Westseite. Schießscharten messen innen ca. 2,00 m Breite, außen ca. 0,20 m. Eine Schuttschicht innen liegt bis zu 3,4 m über der Fundamentsohle.
Nebengebäude: Es misst 18 m x 12 m (198 m² Fläche) und ist durch zwei Quermauern in zwei Räume (Breite 8,5 m und 6 m) und ein Gelenkstück zum Turm hin (Breite 1,5 m, Gang?) geteilt. Das Gebäude scheint im Erdgeschoss Wirtschaftszwecken gedient zu haben. (R.Pieper)

Arch-Untersuchung/Funde:

1932 durch W. Meyer und L. Nebelsiek.
Schieferstücke (Dachdeckung?), Keramikscherben 13. Jh. und von Kugeltöpfen des 12. Jh., glasierter Spinnwirtel, Fußstück eines Keramikgefäßes, Gefäßstück aus hellem Ton (14. Jh.). (R. Pieper)