EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Sieben Gräben

Geschichte:

Es gibt keine schriftlichen Quellen, die ausdrücklich diese Anlage erwähnen, aber diverse Theorien zu ihrer Entstehung. Da die meisten von ihnen von einem Errichtungszeitraum ausgehen, der zeitlich deutlich später als die frühesten von der Burg bekannten Keramikfunde liegt, erscheint ein Ursprung als Vorgängeranlage der Burg Hohenlimburg noch am wahrscheinlichsten. 1243 wird jedenfalls in einer Quelle neben der 1230 errichteten Hohenlimburg eine ältere Anlage erwähnt. Später scheint die Anlage im Zuge der territorialen Auseinandersetzungen zwischen den Grafen von der Mark, von Limburg und dem Kölner Erzbischof wieder genutzt worden zu sein. Sie diente damals wohl als von den Märkern angelegte Gegenburg zur Burg Hohenlimburg. (Stefan Eismann)

Bauentwicklung:

Nach den Lesefunden an Keramik hat die Burg vom ausgehenden 12. bis ins 15. Jh. existiert. Details zur mit Sicherheit mehrphasigen Bauentwicklung würden sich nur durch umfangreiche archäologische Untersuchungen klären lassen. (Stefan Eismann)

Baubeschreibung:

Die Anlage besteht aus einer Staffelung von drei Wällen und Gräben, die nach Norden hin durch einen Halsgraben gesichert sind. Bei den Ausgrabungen zu Beginn des 20. Jhs. wurden im zentralen Burghof von 21 m Durchmesser eine Ringmauer und die Reste von einem quadratischen Gebäude (Turm?) gefunden. Die Wälle waren nach den damaligen Ergebnissen nicht durch Mauern verstärkt. (Stefan Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

Lesefunde, Ausgrabung 1908