EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Aschen

Geschichte:

Über die Anfänge der Wasserburg Aschen an der Warmenau zwischen Klein-Aschen und Groß-Aschen liegen nur wenige Hinweise vor. Erstmalig ist ihre Existenz für 1404 sicher belegt. Die ältesten Hinweise auf die Familie von Aschen reichen dagegen bis in die Mitte des 12. Jh.s zurück. 1153 wird "Gerbracd von Ascan" als Zeuge in einer Urkunde des Bischofs von Osnabrück genannt. Ritter und Knappen von Aschen begegnen im 13. und 14 Jh. in erster Linie als Ministerialen der Grafen von Ravensberg, sowohl als Lehnsträger wie auch als Zeugen und Bürgen, doch besaßen sie auch Lehen des Bistums Osnabrück und von den Edelherren zur Lippe. 1368 wird ein Gut und Hof in Aschen genannt, doch ist unklar, ob dieses mit Haus Aschen identisch ist. Die Lehnshoheit über den genannten Hof hatten die Grafen von Hallermund. 1436 verkaufte Werneke von Aschen die der Burgstelle östlich gegenüberliegende Ascher Mühle an die Familie von Ennigloh genannt Pladise. Nach Ende des 14. Jahrhunderts kommen die von Aschen in den Quellen nicht mehr vor. Ihre Lehnsgüter besaß später die Familie von Ledebur. Heinrich von Ledebur war 1404 in Besitz von Haus Aschen, das damals als "Burg" bezeichnet wird. Heinrich besaß gleichzeitig noch die Wassserburgen Bustedt, Mühlenburg und Werburg (siehe jeweils dort). Gegen ihn schlossen Stadt und Hochstift Osnabrück, die Grafen von Hoya und Tecklenburg, die Edelherren von Diepholz und Heinrich von Oer in diesem Jahr ein Bündnis mit dem Ziel, die Burg Aschen so lange zu belagern, bis sie eingenommen und geschleift sei. Im gleichen Jahr verbanden sich die Stadt und der Bischof von Osnabrück mit den Edelherren zur Lippe gegen jeden, der die Burg in Zukunft wiederaufbauen wolle. Bei den bis 1407 andauernden Streitigkeiten wurde auch die Kapelle zu Groß-Aschen zerstört. Graf Gerhard VII. von Jülich-Berg-Ravensberg verlangte 1443 als Patronatsherr hierfür vom Bischof von Osnabrück Schadensersatz. Die Kapelle zu Groß-Aschen ist aus den Resten der früheren Burg erbaut. Die Ascher Mühle verkaufte Johann Pladise 1488 an Gerhard Ledebur zu Werburg. (Andreas Kamm)

Bauentwicklung:

Nach derzeitigem Kenntnisstand liegen zur Baugeschichte der Burg Aschen keine Informationen vor. (Andreas Kamm)

Baubeschreibung:

Von der einstigen Wasserburg Aschen sind keine Spuren mehr vorhanden. (Andreas Kamm)