EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Hahnenburg

Geschichte:

Über die frühmittelalterliche Wallburg auf dem Hahnenberg existieren keine Nachrichten in den Schriftquellen. Die spätmittelalterliche Burg wird nur ein einziges Mal urkundlich erwähnt. 1326 vergleichen sich Edelherr Bertold von Büren und Bischof Bernhard V. von Paderborn, dass ein vom Bischof erbautes "castrum Huneborgh prope Buren" gemeinsam verteidigt werden solle, wozu die eine Hälfte der Burg an den Bürener übertragen wird. Wahrscheinlich ist die Burg kurz vorher in Reaktion auf das Vordringen der Bürener Edelherren angelegt worden. Da sie ansonsten in den Schriftquellen nicht mehr erwähnt wurde, dürfte ihr nur eine kurze Existenz beschieden gewesen sein. (Stefan Eismann)

Bauentwicklung:

Über die Baugeschichte der frühmittelalterlichen Wallburg können beim gegenwärtigen Forschungsstand keine Angaben gemacht werden. Die spätmittelalterliche Burg dürfte aufgrund ihrer kurzen Existenzdauer nur einphasig gewesen sein. (Stefan Eismann)

Baubeschreibung:

Die Anlage besteht aus einem eine 350 x 125-130 m große Fläche umfassenden Wall, der am Steilabfall zur Alme nur schwach ausgeprägt ist. An den anderen Seiten ist er bis zu 10 m stark und 3,5 m hoch. Archäologisch nachgewiesen ist eine 2-4 m starke Mauer aus vermörtelten Kalksteinen an seiner Außenseite. Nach einer 1,7 m breiten Berme folgt ein 7,60 - 11 m breiter Spitzgraben, der mit seiner Sohle 3,20 m unter der heutigen Oberfläche liegt. Im Inneren trennt ein 2,5 - 6 m breiter Graben den Ringwall in zwei verschieden große Hälften, nämlich 2,85 ha im Nordwesten und 1,7 ha im Südosten. Im Südosten wird dieser Graben durch eine Mauer begleitet, im Nordosten durch einen Wall. Auf beiden Seiten des Grabens befinden sich Einbauten, im Norden eine viereckige, 60 x 70 m große Wall-Graben-Anlage und im Süden eine rundliche Grabenanlage von 50 m Durchmesser. Diese Trennung spiegelt wahrscheinlich die Aufteilung der Burg zwischen dem Paderborner Bischof und den Edelherren von Büren wieder. Zwei Kammertore führen jeweils in eine der beiden Teile, ein einfaches Tor befindet sich im nördlichen Einbau. Im südlichen Einbau wurden diverse Grundmauern freigelegt, die aber kein System erkennen ließen. Südwestlich außerhalb dieses Einbaus fanden sich die Fundamente eines runden Turmes von 11,50 m Durchmesser. 600 m südöstlich dieser Anlage liegt ein 90 m langer Abschnittswall mit begleitendem Graben, der vermutlich früher die Straße Büren - Brenken sperren sollte. (Stefan Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

Ausgrabung vor 1923.