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Benkhausen

Geschichte:

Das Gut Benkhausen entstand 1510 durch die Aufteilung des Gutes Ellerburg (siehe Ellerburg) zwischen Statius und Hardeke von Münch, letzterer erhielt den nunmehr Benkhausen genannten Besitz. Philip von Münch vererbte das Gut 1773 an die Familie von dem Bussche, die sich seitdem von dem Bussche-Münch nannte. Das Gut wurde 1945 von den Engländern beschlagnahmt und als Hauptquartier der Britischen Rheinarmee, ab 1952 auch als Kommandostand der englischen Marine genutzt.
2010 erwarb die Espelkamper Unternehmerfamilie Gauselmann die Anlage von der Diakonischen Stiftung Wittekindshof samt Nebengebäuden und Park und nutzt es seit 2011 als Schulungszentrum der Gauselmann-Gruppe. Einzelne Gebäude nutzt nach wie vor der Wittekindshof. (Andreas Kamm)

Bauentwicklung:

Zur ursprünglichen Baugestalt der Wasserburg Benkhausen sind keine zuverlässigen Angaben möglich. Salomon Heinrich von Münch (gest. 1667) begann mit dem Ausbau des spätmittelalterlichen Hauptgebäudes. Zwischen 1657 und 1683 wurde es mit dem bestehenden, im Innern wiederholt veränderten und 2011 entkernten Schlossbau überbaut. (Andreas Kamm)

Baubeschreibung:

Möglicherweise blieb die ursprünglich sicher viereckig, möglicherweise quadratisch angelegte Burginsel an der West,- Nord- und Ostseite erhalten. Das bestehende Herrenhaus - elfachsig, zweigeschossig mit Walmdach - ist dreiseitig (im Westen, Norden und Osten) von breiter Gräfte umgeben. Der südlich vorgelagerte Wirtschaftshof war einst möglicherweise durch eine umlaufende Gräfte vom Kern der Anlage getrennt, die Gesamtanlage demnach in Vor- und Hauptburg geteilt. Die Vorburg in Nord-Süd-Richtung schmaler, in Ost-West-Richtung breiter breiter gelagert. Der Grundriss der Gesamtanlage dem Gräftenverlauf nach T-förmig angelegt. Die Gräfte um den Wirtschaftshof war zu Anfang des 19. Jh.s noch etwa genauso breit wie die Gräfte um die Hauptinsel, gegenwärtig ist sie deutlich schmaler. Teile der Gräfte sind insbesondere südlich, dagegen westlich und nördlich nur noch ansatzweise vorhanden.
Zum etwa fünf Hektar umfassenden Gesamtareal gehört auch ein historischer, durch Alleen geometrisch gegliederter Schlosspark. Teile des alten Baumbestandes (u.a. eine Blutbuche und Linde) stehen im nordöstlichen Parkteil.
(Andreas Kamm)