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Gehrden, Burgberg

Geschichte:

Es sind keine historischen Quellen bekannt, die sich auf die Burganlage beziehen ließen. Mangels eindeutig sich auf die Befestigung beziehender Funde kann die Datierung nur aufgrund der Bauweise in das Früh- und beginnende Hochmittelalter erfolgen. (Hans-Wilhelm Heine/Stefan Eismann)

Bauentwicklung:

Offenbar ist die Wallaufschüttung in mehreren, zeitlich voneinander getrennten Abschnitten entstanden, die aber nicht datiert werden können. (Hans-Wilhelm Heine/Stefan Eismann)

Baubeschreibung:

Auf dem Burgberg bei Gehrden befinden sich die Reste einer Wallanlage. An den steilen Nordwesthang lehnt sich nach Osten eine halbovale Befestigung an, die einen Innenraum von ca. 140 auf 75 m umschließt. Der 4-6 m breite Wall nutzt wohl zum großen Teil eine natürliche Geländekante aus, so dass er zum Innenraum hin kaum höher als 1 m erscheint, zum Grabenansatz hin aber den doppelten Wert von ca. 2 m erreicht. Die Breite des Spitzgrabens beträgt bis zu 6 m bei einer heutigen Tiefe von ca. 1 m; ursprünglich waren es 3-4 m. Im Innenraum steht ein erst jüngst wiederhergerichteter Aussichtsturm aus den 1890er Jahren und die Reste eines ehemaligen Landschulheimes. Im Osten und Südosten sind große Teile der Anlage durch Steinbruchbetrieb und andere jüngere Eingriffe zerstört. Wall und Graben werden an verschiedenen Stellen von Durchbrüchen und Erdbrücken unterbrochen, von denen drei ursprünglich zu sein scheinen. Damals festgestellte Spuren einer Mauer im Wall konnten bei den jüngeren Untersuchungen nicht bestätigt werden. Reste von Torkonstruktionen oder Holzeinbauten wurden nicht festgestellt. (Hans-Wilhelm Heine/Stefan Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

Ausgrabungen 1931, 1933 und 1937/38 (letztere unpubliziert) durch Jacob-Friesen. Keine die Wallanlage datierenden Funde.
1975 Wiederfreilegung des Spitzgrabens.
Prospektion und Wallschnitt 2013.
(Hans-Wilhelm Heine/Stefan Eismann)