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Ledenburg

Geschichte:

Die Frühzeit der Ledenburg ist weitgehend ungeklärt, da das dortige Archiv 1618 verbrannt ist. Zu ihrem anderen Namen als "Neue Burg Holte" gelangte sie, weil eine der letzten Angehörigen des Geschlechts von Holte, Jutta von Holte, in die Besitzerfamilie von Langen einheiratete. Vermutlich um 1350 wurde die erste Burg errichtet. Ungefähr 100 Jahre später übernahm das Osnabrücker Geschlecht von Leden den Besitz. 1499 wurde sie von Kaiser Maximilian für exemt erklärt. Mit dem Aussterben der Familie von Leden ging die Burg um 1557 an die Familie von Ennigloh gen. Pladiese über, sowie 1622 durch Heirat an die von Grothaus zu Krietenstein. 1776 kam sie erneut durch Heirat an die Grafen von Münster. Seit 1951 befindet sie sich im Besitz der Dissener Fabrikantenfamilie Homann. (Stefan Eismann)

Bauentwicklung:

Über die spätmittelalterliche Bauentwicklung sind keine Angaben in den Schriftquellen mehr vorhanden. Im Jahr 1618 wurde das Schloss bei einem Brand schwer beschädigt, es wurde in den Jahren 1618 bis 1627 wieder aufgebaut. (Stefan Eismann)

Baubeschreibung:

Heute besteht das von Wassergräben umgebene Schloss Ledenburg aus zwei Flügeln des zweistöckigen Haupthauses mit einem vorspringendem, rechteckigen Turm in deren Schnittpunkt. Das Torhaus bildete mit den Nebengebäuden eine westlich vorgelagerte Vorburg. Die Hauptburg wird von einer 15 m breiten Gräfte umschlossen, die gesamte Anlage von einem weiteren, 5-10 m breiten Wassergraben, der mit einer Futtermauer versehen ist. Ein von massiven Konsolen getragener Sandsteinerker, der wohl zur Überwachung des Eingangs diente, stellt mit dem mit Pilastern geschmückten Eingang die einzige äußere Verzierung des Schlosses dar. (Stefan Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

Keine