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Posteburg

Geschichte:

Es sind keine Schriftquellen bekannt, die sich eindeutig auf die Posteburg beziehen. Möglicherweise ist sie aber mit einer 1384 erwähnten "nyghenborch" identisch, die den Herren von Post gehörte. Dies passt zu den Funden der archäologischen Ausgrabung, die den kurzen Zeitraum zwischen dem Ende des 14. und dem beginnenden 15. Jh. umfassen. Ihre ursprüngliche Aufgabe war wohl die einer Grenzburg der Grafen von Schaumburg gegen die Herzöge von Braunschweig. Diese fiel mit dem Ende der Grenzkonflikte zwischen diesen Parteien in der 1. Hälfte des 15. Jhs. weg. Der Flurname Posteburg ist seit 1659 bezeugt. (Stefan Eismann)

Bauentwicklung:

Die kurze Existenzdauer der Burg macht eine Mehrphasigkeit unwahrscheinlich. Bei den geringflächigen archäologischen Untersuchungen konnte keine Bauentwicklung festgestellt werden. (Stefan Eismann)

Baubeschreibung:

Die Anfang der 1970er Jahre noch erkennbaren Wallstrukturen sind durch die fortwährende Beackerung vollständig eingeebnet. Der Grundriss der Burg konnte nur durch geoelektrische Prospektionen erfasst werden. Diese ergaben eine quadratische Hauptburg von 30 m Seitenlänge, in deren Nordostecke ein großes Steingebäude saß. Der 10-12 m breite, umlaufende Wassergraben war von zwei Wällen umgeben. Ein weiteres Steingebäude von 8 x 12 m Größe konnte in der Südostecke der Vorburg nachgewiesen werden. Ein Außengraben mündet im Süden in den Graben der Vorburg.
Bei den Ausgrabungen wurde festgestellt, dass das Gebäude in der Hauptburg die Maße von 18,8 x 8,5 m besaß. Steinfundamente von 1,65 m Stärke wurden nur im Norden und Osten zum Graben hin festgestellt, die übrigen Wände waren in Ständergeschoss- oder Fachwerkbauweise aufgeführt. Unmittelbar an das Südosteck schloss eine Bohlenbefestigung an. (Stefan Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

Feldbegehungen 1975 und ab 2014, geoelektrische Prospektion 1990, Sondagen 1988 und 1992. Funde vom Ende des 14. bis zum Beginn des 15. Jhs. (Stefan Eismann)