EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Bad Pyrmont, Hünenburg

Geschichte:

Es sind keine historischen Quellen bekannt, die sich auf die Anlage beziehen lassen. Die Funde der Ausgrabung datieren die Burg in das 12. Jh. (Stefan Eismann)

Bauentwicklung:

Eine Bauentwicklung konnte bei den Ausgrabungen nicht festgestellt werden und ist aufgrund der kurzen Existenz auch nicht wahrscheinlich.
Der Wohnturm wurde 1910 auf dem freigelegten Mauerwerk nach den Maßgaben der damaligen Burgenromantik aufgemauert. (Stefan Eismann)

Baubeschreibung:

Die Burg umfasst eine Fläche von ca. 50 x 30 m Größe auf einem Sporn des Königsberges. Die aus einem Graben mit Vorwall bestehende Befestigung weist im Süden eine Lücke auf. Im Osten der Anlage befindet sich ein Mottenhügel, in dem 1910 ein 9 x 9 m großer Wohnturm freigelegt wurde. Die geringe Mauerstärke von nur 80 cm spricht gegen eine fortifikatorische Bedeutung, Merkmale wie ein Hocheingang, Schlitzfenster und die Einfassung des Hügelfußes mit einer 90 cm starken, gemörtelten Steinpackung hingegen eindeutig dafür. Im Inneren des Turmes wurden ein Herd und Schwellen als Substruktion für Innenwände sowie weitere hölzerne Einbauten ergraben. Westlich des Turmes kamen eingetiefte Gebäude von ca. 2 x 4 m Größe mit Herdstellen und Eingängen an den Schmalseiten zutage.
Der Westen des Sporns wurde durch einen flachen Abschnittsgraben mit niedrigem, westlich dahinterliegendem Wall gesperrt. Der Zweck der Befestigung ist unklar, möglicherweise sonderte er eine Wirtschaftssiedlung ab. (Stefan Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

Ausgrabung 1910 mit Funden aus der Zeit um 1100 bis in die 2. Hälfte des 12. Jhs. (Stefan Eismann)