EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Rohden

Geschichte:

Es sind keine historischen Quellen bekannt, die sich direkt auf die Burg Rohden beziehen lassen. Dennoch lässt sich der historische Kontext indirekt erschließen.
Um 1120/27 tritt ein Adelsgeschlecht auf, welches sich nach dem Ort Riepen bei Bad Nenndorf nennt. Ab 1141 heißt es nach ihrem neuen Sitz "von Roden" und führt den Grafentitel. Als die Grafen von Schaumburg die Grafen von Roden am Ende des 12. Jhs. aus dem Wesertal vertrieben, muss die Burg mit ihren Rechten an sie übergegangen sein. (Stefan Eismann)

Bauentwicklung:

Die archäologischen Untersuchungen haben keine Hinweise auf eine Mehrphasigkeit ergeben. (Stefan Eismann)

Baubeschreibung:

Die Burg Rohden liegt auf einem Bergsporn, aus dem mottenartig ein Hügel mit einem Plateau von 22 x 26 m Größe herauspräpariert worden ist. Um den Hügel verläuft ein 3-5 m tiefer Ringgraben mit 2-3 m hohen Vorwall, der gegen die Vorburg im Nordosten gestört ist. Auf dem Plateau sind Reste einer Ringmauer zu erkennen. Zudem ist ein zweiteiliges Gebäude im Westen - wohl der Palas - und ein Gebäude mit Herd und Durchlass nach Osten zur Vorburg vorhanden. Das Schalenmauerwerk ist streckenweise in opus spicatum-Technik verlegt. Auf der ebenfalls grabenumwehrten, ca. 20 x 40 m großen Vorburg zeugen Schütthügel von den ehemals dort befindlichen Gebäuden. Der Zugang erfolgte durch einen Hohlweg im Südwesten, der sich zu Haupt- und Vorburg gabelt. (Stefan Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

Ausgrabungen 1925-27, 1935, 1950, 1958 mit Funden des 12.-15. Jhs.
Metalldetektorprospektion 2003.
(Stefan Eismann)