EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Hastenbeck

Geschichte:

Die Herren von Hastenbeck erscheinen erstmals 1197 in den Quellen und saßen wohl schon damals auf der dortigen Burg. 1228 haben Hermann und Arnold von Hastenbeck die Burg von den Grafen von Everstein zum Lehen. 1545 starb das Geschlecht im Mannesstamm aus, die Wasserburg ging zunächst an die Herren von Salder und später an die Herren von Münchhausen. 1618 verkauften die Herzöge von Braunschweig-Lüneburg das Schloss an Arnd von Wobersnow. Neben der alten Burg wurde ein moderner Festungsbau, die Wobersnow, errichtet. 1633 wurde die Festung durch die Truppen Tillys zerstört und an die Herren von Reden verkauft, die 1639 die herzogliche Belehnung erhielten. An der Stelle der Festung entstand 1655 nördlich von ihr ein neues Gutsherrenhaus, das 1869 durch das aktuelle Schloss ersetzt wurde. Dies gehört den Herren von Reden noch heute. (Stefan Eismann)

Bauentwicklung:

Über die erste Burganlage ist nichts bekannt. Sie wurde 1619 durch eine moderne Festung ersetzt, die nach ihrem Erbauer "Wobersnow" genannt wurde. 1633 zerstört, wurde sie anschließend dem Erdboden gleich gemacht und 1655 ein Herrenhaus errichtet. 1869 wurde es durch das heutige neogotische Schloss ersetzt. Im 18. und 19. Jh. entstanden die Wirtschaftsgebäude, die nach dem 2. Weltkrieg teilweise abgebrannt sind. (Stefan Eismann)

Baubeschreibung:

Über die Gestalt der ersten Burganlage existieren keine Aufschlüsse. Die Festung Wobersnow bestand aus einem Wasserschloss mit rechteckigem, ca. 55 x 70 m großem Innenhof, der innerhalb eines mit ca. 20 breiten Wallmauern gefassten Kurtinengevierts lag, dem an den vier Ecken Spitzbastionen angefügt waren. Umgeben war die Anlage von ca. 30 m breiten Wassergräben, die eine quadratische Grundfläche von ca. 180 m Seitenlänge einnahmen. In der Mitte der östlichen Kurtine befand sich ein mit Segmenttonne überwölbter Kasemattenraum. Die Grundzüge der Wall-Graben-Befestigung sind heute noch im Gelände erkennbar.
Das Herrenhaus von 1655 bestand aus einem zweigeschossigen Fachwerkbau mit Halbwalmdach. Das aktuelle neogotische Schloss hat die Form eines Dreiflügelbaus, bei dem die Flügel im 45°-Winkel zum Mittelbau stehen. (Stefan Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

Keine