EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Rehburg

Geschichte:

Die 1320 erstmals erwähnte Rehburg war ursprünglich vom Kloster Loccum als befestigter Wirtschaftshof errichtet worden. 1331 wurde sie durch die Herzöge von Braunschweig und Lüneburg erworben, die sie 1352 an die Herren von Mandelsloh und 1371 an die Grafen von Hoya verpfändeten. 1372 wurde die Burg auch von den Herzögen von Sachsen-Lauenburg beansprucht, die sie 1387 an die Herren von Münchhausen verpfändeten. 1577 war die Burg durch die Herzöge von Braunschweig-Lüneburg wiederum an die Herren von Münchhausen verpfändet, welche sie bis zur Aufgabe ihrer Ansprüche 1586 als Witwensitz verwendeten. Wann die Burg aufgelassen wurde, ist nicht bekannt. Das heutige Rathaus steht auf ihren Fundamenten. (Stefan Eismann)

Bauentwicklung:

Über die mittelalterliche Baugeschichte sind keine Details überliefert. Um 1577 nahmen die Herren von Münchhausen umfangreiche Erneuerungsarbeiten vor. Wann die Burg abgerissen wurde, ist nicht bekannt. (Stefan Eismann)

Baubeschreibung:

Über die Gestalt der Burg existieren nur spärliche Hinweise.
Bei einem Anbau an das Rathaus wurde der Burggraben angeschnitten.
1577 erfolgte eine Auflistung der Räumlichkeiten, welche die Kemenate mit Saal, Hofstube, Schreiberei, Bier- und Weinkeller, Molckenhaus, Brauhaus, Backhaus mit Küche, 2 Pforthäuser, 3 Ställe, Vorwerk, Schweinehaus, Wasser- und Windmühle umfasste. Weiteres ist zur Gestalt der Burg auch aufgrund bislang fehlender archäologischer Forschungen nicht bekannt. (Stefan Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

Lesefunde bei Bauarbeiten in den 1980er und 90er Jahren. Suchschnitt 1998. Keramik des 14.-17. Jhs, eiserner Topfhelm (um 1300), Dolch mit reich verzierter Scheide der 1. Hälfte des 14. Jhs. (Stefan Eismann)