EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Dersaburg

Geschichte:

Mit dem Namen der Burg zu verbinden ist die alte Gebietsbezeichnung "Dersia" des 8. Jhs. bzw. Dersagau des 10. Jhs. Möglich ist eine Herkunft aus altem Besitz der Bischöfe von Osnabrück, die im Raum Holdorf/Damme reichen Grundbesitz hatten. 1285 wird das bischöfliche Tafelgut ausdrücklich als "sita super Derseburgh" bezeichnet (um die Dersaburg gelegen). (Frank Both)

Bauentwicklung:

Der komplizierte Aufbau mit dreifacher Staffelung und mächtigem Abschnittgraben im Vorgelände spricht für eine letzte Ausbauphase im hohen Mittelalter. Unter den Resten des Hochmittelalters werden sich vermutlich noch ältere Bauphasen des Frühmittelalters verbergen. (Frank Both)

Baubeschreibung:

Die Dersaburg liegt am Nordwestrand der Dammer Berge in Spornlage zwischen zwei Bachläufen. Bis auf den Osten ist sie von sumpfigem Gelände umgeben. Das Spornende nimmt eine schmalovale Kernburg ein, deren Fläche einen Raum von 80 auf 50 m (0,31 ha) einnimmt. Ein innerer Wall ist bis zu 15 m breit und nur 1,3 m hoch. Umlaufend ist ein 4 bis 9 m tiefer Graben der im Nordosten durch eine 3 - 4 m breite Berme von der Wallböschung getrennt ist. Vor dem Graben zieht sich ein ca. 2,5 m breiter und 0,5 m hoher Wall fast gänzlich um den Berg und schließlich über den Sporn. Dort, wo er den Sporn im Osten überquert, ist ihm ein 2 bis 5 m breiter und kaum 0,5 m tiefer Graben vorgelegt. Ein dritter Befestigungsring verläuft parallel zu den inneren Befestigungen, nur im Osten schiebt er sich ca. 60 m vor. Während er im Westen mehr als Terasse ausgebildet ist, sind im Norden, im Osten und an der einknickenden steilen Südostkante Wallreste und ein Graben vorhanden. 90 m weiter östlich überquert ein mächtiger Abschnittsgraben von 9,5 m Breite und 2,6 m Tiefe den Sporn. Der dahinter liegende Wall ist ca. 10 m breit und 2 m hoch. Der Eingang zur inneren Burg lag im Südosten, die übrigen Wälle waren vermutlich am Spornrand zu passieren. Die Gesamtlänge der Anlage beträgt 317 m, die Breite 122 m. (Frank Both)

Arch-Untersuchung/Funde:

Ausgrabungen haben bisher nicht stattgefunden und archäologische Funde sind nicht bekannt. (Frank Both)