EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Dietrichsburg

Geschichte:

Die erste Burganlage in Dinklage war die ca. 500 Meter östlich der Dietrichsburg gelegene Ferdinandsburg. Die Ferdinandsburg wurde 1374 vom Fürstbischof von Münster geschleift. 1394 belehnte der Fürstbischof die vier noch lebenden Söhne des Friedrich von Dinklage mit Besitzungen, die Wiedererrichtung der Ferdinandsburg wurde ihnen aber untersagt. Die in der Historiographie wiederholte Behauptung, dass die vier Söhne eigene Burgen errichtet haben,lässt sich aus den Quellen nicht herauslesen. Die Burgen werden 1426 erstmals in der Mehrzahl genannt, dazu gehört wohl auch die Dietrichsburg, deren Existenz sicher aber erst für 1472 bezeugt ist.
Sie ging 1588 durch Erbschaft in den Besitz der Familie von Ledebur über. 1801 veräußerte sie den Besitz an die Familie von Galen. Heinrich von Galen, Drost von Vechta, hatte schon 1641 die Dietrichsburg gepachtet und dort seinen Wohnsitz. Die Burg war dann Stammsitz der 1803 in den Grafenstand erhobenen Familie. 1949 wurden die Benediktinerinnen Eigentümer der Burg, die seitdem als Kloster dient. (Frank Both, Stefan Eismann)

Bauentwicklung:

Es handelte sich ursprünglich um eine Wasserburg, die heute noch existent ist, allerdings in veränderter Form. Sie wurde im Laufe der Zeit zu einer vierflügeligen Anlage erweitert. Nach einem mittlerweile zerstörten Wappenstein entstand das heutige Burggebäude 1597. Der größte Teil der Burg stammt wohl aus dem 17. Jh., die reiche Innenausstattung geht zum Teil noch in das 16. Jh. zurück. (Frank Both)

Baubeschreibung:

Die von Gräben umflossene Vierflügelanlage hat an der Einfahrt ein Renaissance-Portal aus Sandstein mit Zierquadern. Der Westflügel aus dem 17. Jh. ist aus Backstein errichtet, der Nord- und Ostflügel dagegen aus Fachwerk. Im Süden steht das zweigeschossige verputzte Haupthaus. Am vorgekragten Obergeschoss ist noch ein Sandsteinerker der zweiten Hälfte des 16. Jhs. zu sehen. Die um 1400 errichtete Wasserburg ist also noch in späteren Ausformungen erhalten. (Frank Both)

Arch-Untersuchung/Funde:

Archäologische Untersuchungen haben bisher nicht stattgefunden.