EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Arkeburg

Geschichte:

Historische Quellen zur Arkeburg aus dem Frühmittelalter fehlen, was eine Interpretation erschwert. (Frank Both)

Bauentwicklung:

Eine Bauentwicklung lässt sich bei der derzeitigen Quellenlage nicht angeben. (Frank Both)

Baubeschreibung:

Die Burg besteht aus zwei konzentrischen Ringwällen, von denen der äußere Wall einen Durchmesser von ca. 350 x 260 m aufweist, der innere Wall 220 x 160 m. An den äußeren Ringwall schließen sich im Westen und Südosten jeweils ein Flügelwall an. Der östliche Wall ist durch Überpflügung komplett eingeebnet. Die Wälle sind bei einer Breite von ca. 9 m noch 3-4 m hoch erhalten. Ihnen sind Spitzgräben vorgelagert, bei der Grabung 2014 wurde im Gegensatz zu den älteren Untersuchungen am Außenwall nur ein Sohlgraben festegestellt. Ehemalige Eingänge befinden sich im Außenwall nördlich und südlich, im Innenwall östlich und westlich. Zumindest am Innenwall konnten Toranlagen nachgewiesen werden. Der Wallaufbau besteht aus dem anstehenden Sand des Grabenaushubs und aus Material der unmittelbaren Umgegend. Der Innenwall wurde - im Gegensatz zum Außenwall - zusätzlich mit Plaggen schichtweise abgesichert. Eine Innenbebauung konnte bisher nicht nachgewiesen werden. Fundmaterial aus dem Innenraum entstammt zum überwiegenden Teil einer älteren Nutzung des Areals und weist keinen Zusammenhang mit der Burgauf.
Vom äußeren Burgwall gehen Richtung Westen und Südosten zwei Wälle ab, die bis zu zwei Moor- bzw. Sumpfgebieten laufen und die trockene Ebene wie eine Landwehr absperren.
(Frank Both)

Arch-Untersuchung/Funde:

1906 fand erstmals eine offizielle Grabung durch Uhl und Schuchhardt statt. Im nördlichen Innenbereich wurden Brandreste und Keramikscherben gefunden, deren Zeitstellung bis auf wenige frühmittelalterliche Scherben aber zu dem unmittelbar nördlich und westlich der Burg gelegenen Grabhügelfeld passt und mit der Burg in keinem Zusammenhang steht. Schnitte in den Eingängen des Innenwalls ergaben Pfostensetzungen, die auf Tore und holzverkleidete Wangen hinweisen.
2014 und 2015 fanden erneut kleine Grabungen statt. Der westliche Wallschnitt von Uhl wurde erneut geöffnet, außerdem am nördlichen Eingang des Außenwalles gegraben und der östliche Außenwall an einem modernen Durchgang dokumentiert. 2015 wurde am Flügelwall gegraben. Der jeweilige Wallaufbau konnte so festgehalten werden. C14-Datierungen bestätigten eine Zeitstellung der Burg in die 1. Hälfte des 9. Jhs. Weitere Datierungen stehen zurzeit noch aus. (Frank Both)