EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Heyen, Lauenburg

Geschichte:

Die Lauenburg erscheint nicht ausdrücklich in den Quellen. Nach Georg Schnath könnte es sich um eine Befestigung der Herren von Homburg handeln, mit deren Errichtung vor dem Erwerb Bodenwerders im Jahr 1245 begonnen wurde, die aber möglicherweise nie vollendet worden ist. (Stefan Eismann)

Bauentwicklung:

Die bislang durchgeführten archäologischen Untersuchungen haben keine Anzeichen für eine Mehrphasigkeit erbracht. (Stefan Eismann)

Baubeschreibung:

Die Lauenburg liegt in Spornlage auf einem Ausläufer des Hohen Knapp, durch ein Tal getrennt von dem Ringwall auf dem Heiligen Berg. Sie umfasst ein ovales Areal von ca. 50 m Länge und 30 m Breite. Ihre Befestigung besteht aus einer ovalen, vermörtelten Kalksteinmauer von ca. 1,5 m Breite, die im Norden noch sichtbar ist. Am Ende des 19. Jhs. hatte sie an der Ostseite noch 2 m Höhe erreicht. Zudem war erkennbar, dass sie im Westen in „opus spicatum“ (Fischgrätmauerwerk) ausgeführt war und eine doppelte, sockelartige Verbreiterung aufwies. Vom höheren Teil des Berges ist die Burgfläche durch einen Halsgraben abgetrennt, der heute noch 2-3 m breit und 0,4 m tief ist. Vor dem Spornende befindet sich ein weiterer Abschnittsgraben. Bei der Grabung 1893 wurden verkohlte Balken und mächtige Bauschuttschichten beobachtet, was für eine gewaltsame Zerstörung der Burg spricht. Eine Eintiefung dürfte den Rest eines Kellers darstellen. (Stefan Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

Ausgrabung 1893.
Begehungen um 1980 und um 2000.
Funde des 12./13. Jhs.