EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Freiburg a. d. Elbe

Geschichte:

Eine Burg in Freiburg wird 1154 erwähnt, als sie Erzbischof Hartwig I. von Hamburg und Bremen nebst Stade, Bremervörde und Harburg instandsetzen ließ, um sich gegen Heinrich den Löwen zu verteidigen. Da das Erzbistum um Freiburg herum kaum Besitz hatte, ist auch aus politischen Gründen eine Errichtung der Burg durch die Grafen von Stade vor dem Jahr 1144 anzunehmen. 1158 wird sie aufgrund der fortdauernden Auseinandersetzungen zwischen dem Erzbischof und dem Welfen weiter ausgebaut. Die Maßnahme blieb ohne Erfolg, denn 1167 wurde die Freiburg von Heinrich dem Löwen erobert und anschließend geschleift. Ansonsten schweigen sich die Quellen über ihr Schicksal aber aus. (Stefan Eismann)

Bauentwicklung:

Da die Burg bislang nicht sicher lokalisiert worden ist, können keine Angaben zu ihrer Bauentwicklung gemacht werden, außer dass eine ältere Anlage 1154 wieder in verteidigungsfähigen Zustand versetzt und 1158 weiter ausgebaut worden ist. Die Instandsetzung 1154 kann auch mit einer Ortsverlagerung einher gegangen sein. (Stefan Eismann)

Baubeschreibung:

Freiburg (Elbe) lag im Mittelalter auf einer von Elbarmen umflossenen Dorfwurt. Der Standort der Burg ist bisher noch nicht sicher festgestellt worden, kann aber aufgrund von Indizien vermutet werden. Im Südosten der Dorfwurt fand sich zwischen der Kleischicht der ersten Wurtphase und dem Hauptpriel ein flächiger Holzkohlebereich von bis zu 20 cm Mächtigkeit. Offenbar ist hier ein Holzbau von mind. 20 m Ausdehnung abgebrannt, der stratigraphisch zu den historischen Daten passend in das 12. Jh. datiert werden kann. Eine Identifizierung als hölzerne Burganlage erscheint durchaus plausibel.
Wendikowski nimmt an, dass damit nur die 1154 wieder hergestellte Burg erfasst worden ist. Die erste Burg, die zu diesem Zeitpunkt baufällig war, vermutet sie an anderer, unbekannter Stelle. Hofmeister meint, sie an der Stelle der heutigen Kirche lokalisieren zu können. (Stefan Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

Keine