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Gandersheim

Geschichte:

Nachdem die Welfen wohl um 1275 in den Besitz der Stiftsvogtei gelangt waren, wird die Burg Gandersheim erstmals im Jahr 1318 erwähnt. Sie war, meistens verpfändet, Sitz des Amtes Gandersheim und zwischen 1585 und 1634 Tagungsstätte der Landstände von Kalenberg, Grubenhagen und Wolfenbüttel. (Gudrun Pischke)

Bauentwicklung:

Der jetzige Bau der rechteckigen Stadtrandburg entstand um 1530, erste Umbauten erfolgten durch Herzog Heinrich d. Ä. (1463-1514). 1704 wurde ein Geschoss abgetragen. Anstelle des Speicherbaus mit dem Rittersaal wurde 1854 das Gefängnis gebaut. Zwischen 1979 und 1984 erfolgten umfangreiche Instandsetzungsmaßnahmen. Dem ursprünglichen Zustand entsprechend ist das Mauerwerk verputzt und farbig gestaltet worden. (Gudrun Pischke)

Baubeschreibung:

Die rechteckige Hauptburg war ursprünglich von einem Wassergraben umgeben, der heute zugeschüttet ist. Im Osten der Kernburg steht das zweigeschossige Hauptgebäude mit rechteckigem Treppenturm. Im 17. Jh. muss es noch drei Stockwerke aufgewiesen haben. Der sog. Spieker im Westen beherbergte früher auch den Rittersaal. Die Zufahrt befindet sich heute in der Südwestecke, früher erfolgte sie über den Torturm im Norden. Westlich schließt der Wirtschaftshof an.
Die heute als Amtsgericht genutzte Burg befindet sich in einem guten Zustand. Sie ist vom einstigen Wirtschaftshof aus zugänglich. (Gudrun Pischke/Stefan Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

Keine