EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Westerhof

Geschichte:

Die 1294 erstmals erwähnte Burg Westerhof bestand vielleicht bereits am Ende des 12. Jahrhunderts, denn von 1190 bis 1368 erscheinen Herren von Westerhof in den Schriftquellen. Ein Angehöriger dieses Geschlechts urkundete 1294 auf der Burg. Es war ursprünglich eine Burg des Herzogtums Braunschweig-Lüneburg, die 1302 zum Teil und 1323 zur Gänze in den Besitz des Bischofs von Hildesheim kam. Bis 1341 verwalteten bischöfliche Vögte die Burg, dann ging sie an wechselnde Pfandinhaber, bevor die Herren von Oldershausen ab 1427 die Pfandanteile nach und nach erwarben. Seit dem 1523 die Hildesheimer Stiftfehde abschließenden Quedlinburger Rezeß gehörten die Burg, die 1519 kampflos übergeben worden war, und das Amt Westerhof zum Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel und kamen 1560 als Heiratsgut wieder an die Herzöge im Fürstentum Grubenhagen. Amtssitz war die Burg bis 1859. (Gudrun Pischke)

Bauentwicklung:

Die Burg befand sich an der Stelle der späteren Domäne Westerhof. Vor 1427 hatte ein Pfandinhaber einen Anbau errichtet. Nach einem Brand im 16. Jahrhundert ließ Herzog Philipp II. (+ 1596) die Burg wiederaufbauen. Reste der alten Burg sollen nach einem weiteren Brand 1859 in ein Wirtschaftsgebäude einbezogen worden sein. Nach Georg Max (1862) war "nur noch ein halbkreisförmiges Mauerwerk von ziemlicher Länge am nördlichen Abhange des Berges übrig, das ehemaligen Gebäuden angehört zu haben scheint, und jetzt einigen Wohn- und Wirtschaftsgebäuden als Rückwand dient". (Gudrun Pischke)

Baubeschreibung:

Das Areal der jüngeren Burg Westerhof ist nicht zugänglich. Von der alten, nach 1560 abgebrannten Burg gibt es geringe Reste am Burgberg. (Gudrun Pischke)

Arch-Untersuchung/Funde:

Keine