EBIDAT - Die Burgendatenbank

Menu

Uttum

Geschichte:

Die Burg soll möglicherweise einen Vorgängerbau aus dem 13. Jh. besessen haben, den die Beningas im 14. Jh. zunächst zu einem Steinhaus und im 15. Jh. zu einer Burg ausbauen ließen. "Uthym" war einer der Sitze der sieben münsterschen Probsteien. Die Pröbste waren gleichzeitig meist auch Häuptlinge, von denen der erste 1412 erwähnt wird. In der Doppelfunktion taucht 1458 ein "Beno praepositus honorabilis et capitalis" in Urkunden auf. Er regierte wohl bis 1493. Beno heiratete 1454 Etta von Nordorp. Die Tochter Frouwa heiratete dann Ailt Allena von Hinte und durch Einheirat wurde schließlich Wiard von Oldersum Burgbesitzer. Seine einzige Tochter Etta wiederum brachte ihrem Ehemann Omko Ripperda von Farmsum die Uttumer Besitzungen zu. Eine Turminschrift nennt ihn 1537 als Häuptling von Uttum. Im 17. Jh. kam die Burg an Diedrich Arnold Hane zu Leer und Ende des 17. Jhs. besaß Baron Habbo von Westendorph das nun adlige Gut. Etwa 1795 begann der Abbruch der Anlage. Gegen Ende des 18. Jhs. wurden die Burggebäude abgerissen, durch das Wall- und Grabensystem ist der Platz aber noch erkennbar.
Möglicherweise ist in Uttum eine ursprüngliche Burg im 14. Jh. geteilt worden, denn 1425 wird eine weitere Burg erwähnt, die damals in den Händen einer bäuerlichen Erbengemeinschaft war. Ihr Standort ist evt. westlich oder südwestlich der bekannten Burgstelle zu suchen, da sich das Grabensystem noch in diesen Bereich erstreckt.
(Frank Both, Stefan Eismann)

Bauentwicklung:

Eine Bauentwicklung ist aus den Quellen nicht herauszulesen. Möglicherweise hat um die Mitte des 15. Jhs. ein Neubau stattgefunden, dies ist aber ohne archäologische Untersuchungen nicht zu klären. (Frank Both, Stefan Eismann)

Baubeschreibung:

Der quadratische Burgplatz lag ehemals südlich der Kirche und war von dieser nur durch den Burggraben getrennt. Ein trapezförmiges zweites Wall-Graben-System sorgte für zusätzlichen Schutz, wobei der Burgbereich mittig im Nordwesten des Areals lag. (Frank Both)

Arch-Untersuchung/Funde:

Archäologische Untersuchungen haben nicht stattgefunden.