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Flachstöckheim, Wallhof

Geschichte:

Einem Angehörigen der seit 1350 als Lehnsnehmer des Hildesheimer Kreuzstifts in Flachstöckheim nachzuweisenden Herren von Schwicheldt wurde 1428 im Rahmen einer Erbauseinandersetzung gestattet, für sich und seine Nachkommen einen Wallhof zu bauen. Es ist in der Urkunde auch vom Bau eines Burgwalls die Rede, für den Holz verwendet wurde. Zuvor scheinen sie keinen Hof im Ort besessen zu haben. 1718 wechselte das Gut nach dem Aussterben einer Linie der von Schwicheldts in die Hände eines anderen Familienzweigs. Die neuen Besitzer begannen ab 1730 mit dem Bau des neuen Rittergutes im Nordwesten des alten Ortes. Das alte Burghaus wird ab dann nur noch als Wohnraum für Tagelöhner und Handwerker genutzt. (Gudrun Pischke/Stefan Eismann)

Bauentwicklung:

Über die Baugeschichte des Wallhofes existieren keine Quellen. (Stefan Eismann)

Baubeschreibung:

Über das ursprüngliche Aussehen des Wallhofes ist nichts bekannt. Er muss laut der Urkunde von 1428 von einem Wall in Holz-Erde-Konstruktion umgeben gewesen sein. Ein um 1730 entstandener Plan des "Alte Burch" genannten Burgplatzes zeigt einen Wassergraben, der noch auf der Süd- und der Ostseite des Burgplatzes vorhanden war. Der Zugang ist im Norden markiert. Das "alte Burghaus" genannte Hauptgebäude bestand laut einer gleichzeitigen Ansicht aus einem zweistöckigen Fachwerkgebäude mit seitlichen Anbauten. Es stammt mit Sicherheit nicht aus dem Mittelalter und ist aufgrund seiner Aufteilung in zwei symmetrische Wohneinheiten zu diesem Zeitpunkt sehr wahrscheinlich schon für seine spätere Verwendung als Wohnung für Handwerker und Tagelöhner umgebaut gewesen. (Stefan Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

Keine