EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Gifhorn

Geschichte:

Im Jahr 1296 verpfändete der Herzog Albrecht II. von Braunschweig seine Einkünfte aus der Stadt Gifhorn an den Rat der Stadt Braunschweig. Dieser ist bereit, dem Grafen von Schauenburg 200 Mark Silber zu zahlen, damit dieser die Burg (castrum) Gifhorn belagert. Den Zusammenhang bildet wahrscheinlich der Streit des Herzogs Albrecht II. mit seinem Bruder Heinrich dem Wunderlichen über die Erbschaft des dritten Bruders Wilhelm. Weitere Nachrichten über die Burg gibt es fast nur im Zusammenhang mit Verpfändungsgeschäften. Sie war zeitweise im Besitz der Familie von Veltheim und der Familie von Mahrenholtz. Auch die Familie von dem Knesebeck und die Familie von Bartensleben hatten die Burg zeitweise in ihrem Besitz. Sie wurde 1519 in der Hildesheimer Stiftsfehde zerstört und nach 1525 als Schloss an anderer Stelle wieder aufgebaut.

Bauentwicklung:

Beim gegenwärtigen Forschungsstand können keine Angaben zur Baugeschichte der Burg gemacht werden. (S. Eismann)

Baubeschreibung:

Bei einer Baustellenbeobachtung wurde 1984 die Pfahlgründung des Südostecks eines massiven Gebäudes dokumentiert, das wahrscheinlich zur Burg gehörte. Weiteres ist zu ihrer Gestalt nicht bekannt. Da bei der Ausgrabung keinerlei Quader gefunden wurden, ist das Baumaterial der Burg offenbar vollständig für den Bau des Schlosses bzw. zum Wiederaufbau anderer bei der Stiftsfehde zerstörter Gebäude wiederverwendet worden. (Stefan Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

Bei einer Baustellenbeobachtung wurden 1984 wahrscheinlich Fundamente eines Burggebäudes dokumentiert. Die dazugehörigen Funde stammen aus dem 13.-16. Jh. (S. Eismann)