EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Rautenberg

Geschichte:

Das nach dem Ort benannte Niederadelsgeschlecht ist von 1149 bis 1647 zu verfolgen. Ende des 13. Jahrhunderts verlegte es seinen Hauptsitz nach Rethmar. Im Spätmittelalter gehörten die Herren von Rautenberg zum Hildesheimer Stiftsadel. 1480 befestigte Heinrich von Rautenberg den Ort mit Wall und Graben. In der Nordostecke der Umwallung lag der Burgsitz. Ob die Burg 1484/86 in der Hildesheimer Bierfehde oder später in der Hildesheimer Stiftsfehde (1519-1523) zerstört oder aber nach dem Aussterben des Geschlechts aufgegeben wurde, ist nicht sicher. Schriftquellen zur Burg sind nicht bekannt. (Gudrun Pischke)

Bauentwicklung:

Zur Bauentwicklung gibt es weder archäologische noch schriftliche Zeugnisse. (Gudrun Pischke)

Baubeschreibung:

Die Motte lag in der Nordostecke der ehemaligen Ortsbefestigung von Rautenberg. Der mit Buchen und Eichen bestandene Burghügel ist weitgehend ungestört. Er misst noch etwa 65 x 30 m bei einer Höhe von etwa 3 m. Das im Osten höhere Hügelplateau ist 22 m lang und 15 m breit. Ob die niedrigere Höhe des westlichen Teils ursprünglich oder späteren, historisch belegten Abgrabungen zu verdanken ist, muss noch geklärt werden. Der den Burghügel einst umgebende Graben ist mit einer Breite von 25 m bis 30 m im Norden und Osten noch zu erkennen. Seine nur noch geringe Tiefe ist dem Zuwerfen bei der Verkoppelung 1853 zu verdanken. Abgesehen vom Burghügel weisen die Straßennamen Am Burgwall und Wallweg auf die einstige Burg und die die Burg einschließende, verschwundene Ortsbefestigung hin. (Gudrun Pischke)

Arch-Untersuchung/Funde:

1928 Ausgrabungen
Keramiklesefunde: 13. Jh.