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Dörhai

Geschichte:

Zur Befestigung Dörhai gibt es keine Schriftzeugnisse. Es handelt sich um eine im ausgehenden Hochmittelalter nur kurze Zeit genutzte Anlage, die vielleicht Vorposten der Winzenburg zur Beobachtung des Rennstieges und Sitz eines dortigen Ministerialen oder Burgmannen des Hildesheimer Bischofs war. (Gudrun Pischke)

Bauentwicklung:

Beim gegenwärtigen Forschungsstand existieren keine Hinweise auf eine Mehrphasigkeit der Burg. Sie besitzt für ihre hochmittelalterliche Zeitstellung ein ungewöhnlich archaisches Erscheinungsbild und entspricht in ihrer Gestalt eher karolingisch-ottonischen Anlagen. (Stefan Eismann)

Baubeschreibung:

Die Wallanlage am Dörhai liegt auf einem Sporn des Dackwaldes, der im Südosten und Südwesten steil abfällt. Sie besteht aus einem halbkreisförmigen Abschnittswall, der eine Fläche von ca. 52 x 47 m einschließt. Der Wall weist eine Basisbreite von 8 m und noch 1,50-1,80 m Höhe auf. Ihm ist ein 4 m breiter und bis zu 1,30 m tiefer Graben vorgelagert. Der Wall ist offenbar ohne Holzeinbauten nur aus den Kalkbrocken aufgeschüttet worden, die beim Grabenaushub anfielen. Vor Ort und am Ende des Historischen Lehrpfades bei der Hohen Schanze informieren Tafeln über die Anlage. (Gudrun Pischke)

Arch-Untersuchung/Funde:

Grabung 1965 mit Funden vom späten 12. und frühen 13. Jh.
Begehung 1977.