EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Hitzacker

Geschichte:

In Hitzacker gab es eine Burg auf dem Weinberg, die bereits zu slawischer Zeit existierte und eine Burg in der Stadt. Es ist aus den hochmittelalterlichen Schriftquellen meist nicht klar zu entnehmen, welche von beiden gerade gemeint ist. Vermutlich wurde die Stadtburg erst im Zuge der 1258 durch den Askanier Herzog Albrecht I. von Sachsen verfügten Stadtgründung errichtet, da dieser Vorgang auch mit einer Verlagerung der Siedlung auf die Jeetzelinsel einherging. Sicher ist die Stadtburg erst im Jahre 1330 erwähnt, als in einem Vertrag zwischen Ritter Hinze von Harmstorf und den Herzögen Otto und Wilhelm von Braunschweig dieser die Burg in der Stadt erhielt, während den Herzögen der Berg und die Burg auf dem Berg zufiel. In der Folge entspann sich eine komplizierte Pfändungs- und Besitzwechselgeschichte, bei der auch nicht klar zu unterscheiden ist, welche der beiden Burgen jeweils betroffen war. Im Grundsatz blieb die Burg aber Eigentum der Herzöge von Braunschweig-Lüneburg. Die Stadtburg fiel wahrscheinlich wie fast die gesamte Stadt Hitzacker 1548 einem verheerenden Brand zum Opfer. Der Wiederaufbau erfolgte wahrscheinlich nur noch in kleinerem Rahmen, denn ab 1591 diente sie als Amtssitz. 1601 ließ Herzog August auf dem Platz der alten Landesburg ein neues Schloss mit angrenzendem Gebäude für die später nach Wolfenbüttel verlegte "Bibliotheca Augusta" errichten. Bis 1636 bildete dieses Schloss auch die Residenz des Herzogs. Danach diente es nur noch als Amtssitz. 1642 wurde es von Schwedischen Truppen geplündert, anschließend verfiel es allmählich. Schließlich kaufte die Stadt Hitzacker das verfallende Gebäude auf und errichtete ab 1655 auf dem Gelände Wohnbauten. (Stefan Eismann)

Bauentwicklung:

Die ursprüngliche Burg aus dem Hochmittelalter ist wahrscheinlich 1548 abgebrannt und wieder aufgebaut worden. Ab 1604 musste dieser Neubau einem Schloss weichen, das auch als Residenz Herzog Augusts des Jüngeren diente, bis dieser 1636 nach Wolfenbüttel übersiedelte. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden zahlreiche bürgerliche und adelige Grundstücke rund um das ursprüngliche Burgareal dazu erworben, sodass schließlich fast das gesamte südöstliche Stadtviertel zur Schlossanlage gehörte. 1642 wurde diese im 30jährigen Krieg zerstört, die Ruine musste kurz darauf normaler Wohnbebauung weichen. (Stefan Eismann)

Baubeschreibung:

Das Aussehen der mittelalterlichen Burg ist unbekannt. Erst das Schloss aus dem Anfang des 17. Jhs. ist in Form eines Stichs von Merian aus dem Jahr 1654 überliefert. Dieser zeigt ein mächtiges, zweistöckiges Fachwerkgebäude mit angrenzendem, polygonalen Turm, der ebenfalls aus Fachwerk errichtet ist. (Stefan Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

Keine