EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Lichtenstein bei Osterrode

Geschichte:

Die Burg Lichtenstein wird erstmal 1404 im Besitz des Herzogs Herzog Erich I. von Grubenhagen genannt. Nicht verifiziert werden können Angaben aus dem 19. Jh., dass die Burg unter den Schlössern Herzogs Heinrich des Wunderlichen (1267-1322) aufgelistet war und 1365 zerstört wurde. 1439 war die Burg an Herwig von Uetze verpfändet, der sie als Basis für Raubzüge in die Umgebung nutzte. Darauf wurde im selben Jahr die Burg von der Stadt Goslar erobert und niedergebrannt. In der Folgezeit entbrannte Streit über die Zugehörigkeit der Burg, da sie zwar den Herzögen von Grubenhagen gehörte, aber durch den Zug gegen Herwig von Uetze in den Besitz der Stadt Goslar geraten war. Er wurde erst 1442 zugunsten der Herzöge entschieden.
Die Burg muss nach ihrer Zerstörung wieder aufgebaut worden sein, da sie am Anfang des 16. Jhs. als Witwensitz für die Herzogin Elisabeth, der Witwe des Herzogs Albrecht II., diente. Sie verpfändete 1507 die Burg an Hans und Albrecht von Leuthorst. Dies ist die letzte urkundliche Erwähnung der Burg, 1567 erscheint sie nur noch als Forstort in den Quellen. (Stefan Eismann)

Bauentwicklung:

Beim gegenwärtigen Forschungsstand können keine Details zur Bauentwicklung genannt werden. 1439 muss sie nach einer Zerstörung wieder aufgebaut worden sein.
1945 wurde die Burgmauer bei Kriegshandlungen getroffen und teilweise zerstört. (Stefan Eismann)

Baubeschreibung:

Die Burg nimmt in ovaler Form den Gipfel einer ins Sösetal vorspringenden Bergkuppe ein. Das ca. 35 x 25 m große Kernwerk erhebt sich 5-10 m über die Umgebung. Am Nordrand ist noch ein 9 m langer Rest der Ringmauer von 1 m Stärke vorhanden, an deren Fundament noch ein Gewölbebogen sichtbar ist. Offenbar diente sie hier gleichzeitig als Rückwand für ein größeres Gebäude. Von der ehemaligen Bebauung zeugen ansonsten nur Unebenheiten in der Geländeoberfläche. In den 30er Jahren hat der Heimatforscher Hogreve im Nordwesten und Südosten jeweils einen runden Turm im Mauerverlauf lokalisiert. Um das Kernwerk verläuft ein Ringgraben mit bis zu 2,5 m hohen Vorwall. Im Süden befindet sich die Toreinfahrt mit vorgelagertem, kurzen Zwingerwall. (Stefan Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

1950 Freilegung des Mauerrings durch Amateure. (Stefan Eismann)